Selbstfürsorge klingt oft nach Wellness-Wochenenden mit den Freundinnen, Duftkerzen und langen Morgenroutinen mit Yoga und Meditation. Die Realität im Familienalltag sieht meistens anders aus.
Zwischen Job, Haushalt und Kind bleibt selten viel Zeit übrig, um sich bewusst um sich selbst zu kümmern. Lange habe ich deshalb gedacht, Selbstfürsorge sei eher ein Luxusproblem.
Heute sehe ich das anders.
Was Selbstfürsorge im Mama-Alltag wirklich bedeutet
Für mich bedeutet Selbstfürsorge nicht, große Zeitfenster freizuschaufeln. Es sind kleine Routinen im Alltag, die mir helfen, zwischendurch kurz durchzuatmen. Ein paar Minuten am Morgen. Kleine Momente zwischendurch. Ein bewusster Abschluss am Abend.
Mit der Zeit sind daraus verschiedene Routinen entstanden, die mir helfen, meinen Alltag besser zu strukturieren und neue Kraft zu schöpfen. Manchmal sind es nur wenige Minuten. Aber genau diese Momente können einen großen Unterschied machen.
- Eine Tasse Kaffee in Ruhe trinken.
- Ein kurzer Spaziergang an der frischen Luft.
- Ein paar Minuten schreiben oder lesen.
Selbstfürsorge ist für mich als Mama deshalb kein zusätzlicher Punkt auf der To-do-Liste, sondern ein kleines Gegengewicht zum Familienalltag.
Warum Routinen mir mehr helfen als gute Vorsätze
Früher habe ich wie viele versucht, mit guten Vorsätzen ins neue Jahr zu starten: mehr Bewegung, mehr Pausen, mehr Zeit für mich.
Das Problem daran: Vorsätze funktionieren meist nur so lange, wie die Motivation hoch ist. Genau deshalb verzichte ich inzwischen auf gute Vorsätze.
Stattdessen setze ich auf Routinen, die mir helfen, Selbstfürsorge wirklich im Alltag zu leben. Der Vorteil: Ich muss nicht jeden Tag neu überlegen, was mir guttun könnte.
Meine Selbstfürsorge Routinen für eine Auszeit vom Mama-Alltag
Ich nutze drei verschiedene Zeitfenster, in denen meine Selbstfürsorge Routinen besonders gut funktionieren: morgens, zwischendurch und am Abend.
Morgenroutine: In Ruhe starten, bevor alle anderen wach sind
Die ruhigste Zeit des Tages ist für mich der Morgen, wenn noch niemand etwas von mir möchte. Wenige Minuten reichen mir, um bewusster in den Tag zu starten. Ein paar Seiten lesen, eine kurze Meditation oder einfach den ersten Kaffee ohne Handy trinken.
Selbstfürsorge zwischendurch: kurze Pausen im hektischen Familienalltag
Nicht jeder Tag lässt Platz für große Routinen. Deshalb sind mir kleine Auszeiten im Alltag besonders wichtig.
Das kann ein kurzer Spaziergang sein, ein kreativer Moment mit meinem Bullet Journal oder Zeit mit meinen Freundinnen. Manchmal reicht auch ein Lieblingssong beim Kochen, um die Stimmung zu heben.
Welche kleinen Rituale mir im Alltag besonders helfen, habe ich für die Blogparade von Tanja Rehmer gesammelt:
Meine Selbstfürsorge Rituale im Alltag
Abendroutine: bewusst runterfahren und besser schlafen
Früher bin ich nach einem langen Tag einfach auf die Couch gefallen und habe durch mein Handy gescrollt. Heute versuche ich, den Tag bewusster ausklingen zu lassen. Seitdem schlafe ich auch viel besser.
Ein paar kleine Rituale helfen mir dabei, zur Ruhe zu kommen und den Kopf am Abend freizubekommen.
Wie meine Abendroutine aussieht, zeige ich hier.
Wenn Selbstfürsorge nicht mehr reicht
Selbstfürsorge Routinen können viel auffangen. Aber sie lösen nicht jedes Problem.
Manchmal merke ich, dass mein Kopf einfach zu voll ist. Dann liegt es nicht daran, dass ich keine Pause gemacht habe, sondern daran, dass zu viele Dinge gleichzeitig in meinem Kopf herumschwirren.
In solchen Momenten geht es weniger um Selbstfürsorge und mehr um Mental Load.
Was mir in solchen Phasen wirklich hilft, habe ich hier ausführlicher aufgeschrieben.
Selbstfürsorge im Laufe des Jahres
Im Sommer reichen mir oft kleine Momente draußen an der frischen Luft. Im Herbst und Winter merke ich dagegen, wie sehr mir Licht und Bewegung fehlen.
Welche kleinen Rituale mir besonders gegen Herbstblues helfen, habe ich im Rahmen einer Blogparade von Rosina Geltinger gesammelt:
Herbstblues ade! 6 + 1 Selbstfürsorge Tipps für die dunkle Jahreszeit
Auch im Urlaub funktioniert Selbstfürsorge. Allerdings anders als gedacht. Statt großer Auszeiten sind es auch hier für mich die kleinen Momente zwischen zwei „Mamaaa“-Rufen.
Wie ich damit umgehe, habe ich hier aufgeschrieben.
Meine Selbstfürsorge Routinen im Überblick
Meine Selbstfürsorge als Mama im Alltag besteht vor allem aus kleinen Routinen:
- ruhige Momente am Morgen
- kleine Auszeiten zwischendurch
- ein bewusster Tagesabschluss am Abend
- Bewegung an der frischen Luft
- kreative Auszeiten
- Zeit für mich allein – im Urlaub wie im Familienalltag
Fazit: Meine Routinen sind nicht perfekt, aber machbar
Selbstfürsorge im Mama-Alltag muss für mich nicht kompliziert sein. Und vor allem keine perfekten Routinen. Aber meine Selbstfürsorge Routinen helfen mir, im Familienalltag besser auf mich selbst zu achten.
Für mich sind diese Routinen heute ein wichtiger Teil meines Alltags geworden. Nicht, weil ich jeden Tag alles davon tue. Sondern weil ich mir immer wieder kleine Momente schaffe, in denen ich kurz durchatmen kann.

