Urlaub! Das klingt nach Meeresrauschen, Sonnenuntergang und endlich mal durchatmen, oder? Aber wie bitte sollst du dich entspannen, wenn gefühlt 24/7 jemand „Mamaaa“ ruft? Genau diese Frage habe ich mir schon oft gestellt.
Ich hab selbst eine Weile gebraucht, um zu verstehen: Selbstfürsorge im Urlaub funktioniert, aber eben anders als gedacht.
Selbstfürsorge beginnt im Kopf: Warum Erwartungen oft Stress machen
Wir hatten uns sehr auf einen Kurztrip nach Bamberg gefreut. Wir wollten dort den zweiten Geburtstag unserer Tochter feiern. Ich stellte mir gemütliches Sightseeing vor, entspannte Spaziergänge durch die Altstadt, vielleicht einen Kaffee auf dem Marktplatz.
Die Realität sah anders aus: Mein Mann konnte nachts kaum schlafen, weil direkt neben unserem Hotel eine Schleuse war. Unsere Tochter quengelte im Kinderwagen, weil sie wegen der vielen Autos nicht selbst laufen durfte. Der nächste Spielplatz war ewig weit entfernt und am Ende des Tages war ich eher genervt als erholt.
Genau da wurde mir etwas klar: Nicht der Urlaub war das Problem, sondern meine Erwartungen daran.
Urlaub mit Kind ist vieles, aber selten ein Erholungsprogramm. Ich merke immer wieder: Erst wenn ich meine Erwartungen herunterschraube, entsteht Raum für kleine Wohlfühlmomente. Vielleicht nicht beim Sightseeing, aber auf dem Rückweg mit einem Eis in der Hand.
Micro-Momente: Kleine Auszeiten ohne Kinderbetreuung
Selbstfürsorge im Urlaub muss für mich nicht groß oder kompliziert sein. Oft sind es die kleinen Momente, die den Unterschied machen.
- Wenn morgens alle noch schlafen, genieße ich meinen ersten Kaffee in Ruhe am Fenster oder gehe direkt nach draußen. Ohne Handy. Diese ruhigen Minuten erinnern mich immer ein bisschen an meine Morgenroutine daheim.
- Ich stelle mich zwei Minuten barfuß auf die Wiese und atme bewusst ein- und aus.
- Ich gönne mir eine extra lange Dusche mit meiner Lieblingsmusik, auch wenn das Kind vor der Tür ruft.
Und dann gibt es noch die kleinen Dinge, die oft übersehen werden:
- Achtsamkeitsübung beim Zähneputzen: Drei Minuten bewusst jeden Zahn einzeln putzen.
- Bewegung: Keine Zeit für ein Workout? Ein Spaziergang im Grünen alleine oder mit Kind.
- Manchmal verwöhne ich mich auch selbst mit einer gut duftenden Bodylotion, kaufe mir ein schönes Kleid oder ein Tasse im Souvenirladen.
Selbstfürsorge muss nicht perfekt sein. Es geht nicht darum, Zeit freizuschaufeln, sondern die Momente zu nutzen, die ohnehin da sind. Vielleicht nicht mit Meeresrauschen im Hintergrund, aber dafür mit meinen Liebsten an meiner Seite.
Selbstfürsorge im Urlaub: Wenn Unterstützung da ist
Ich war bisher nur einmal mit Oma im Urlaub. Daher bin ich für Zeit alleine auf meinen Mann angewiesen. Doch die nehme ich mir – ganz ohne schlechtes Gewissen.
- Ein Spaziergang allein, mit Musik oder Podcast
- Eine Stunde im Café mit Buch oder Journal
- Schwimmen, Yoga oder einfach nichts tun
- Ein Mittagsschlaf in Ruhe
- Alleine einkaufen gehen – erstaunlich erholsam
Es müssen keine langen Pausen sein. Aber diese Momente wirken manchmal wie ein Reset, auch wenn sie kurz sind.
Der richtige Mix: Familienzeit vs. Ich-Zeit
Selbstfürsorge bedeutet nicht, sich komplett rauszuziehen. Es geht um den richtigen Mix. Gerade im Urlaub woSelbstfürsorge bedeutet für mich nicht, sich komplett rauszuziehen. Es geht um den richtigen Mix. Gerade im Urlaub wollen wir gemeinsam Zeit verbringen und Erinnerungen schaffen.
Was helfen kann:
- Zeitfenster gezielt nutzen: Vor allem morgens, wenn alle noch schlafen.
- Familienzeit bewusster genießen: Wenn ich weiß, dass später eine Pause kommt, kann ich den Moment im Hier und jetzt bewusst genießen.
- Absprachen treffen: Ich sage klar, was ich brauche.
Manchmal steckt die Ich-Zeit auch mitten in der Familienzeit: beim Muschelsammeln kurz innehalten, beim Spielplatzbesuch kurz die Augen schließen und tief durchatmen. Unspektakulär. Aber auch das zählt.
Fazit: Selbstfürsorge im Urlaub darf einfach sein
Selbstfürsorge im Urlaub darf klein sein. Manchmal reicht mir schon ein Kaffee auf dem Balkon, ein kurzer Spaziergang oder ein tiefes Durchatmen zwischen zwei „Mamaaa“-Rufen. Es geht nicht um Perfektion, sondern um Momente, die mir guttun.
Und wenn du diese Wohlfühlmomente auch zuhause erleben möchtest, dann schau dir gerne meine Selbstfürsorge Rituale im Alltag an.
Mich interessiert: Wie gelingt dir Selbstfürsorge im Urlaub? Was ist deine größte Herausforderung dabei? Schreibe deine Gedanken gern in den Kommentaren.


Ein Kommentar
Urlaubs-Selfcare klappt bei uns am besten am Frühstückstisch, wenn alle kurz durchatmen und jeder eine kleine Aufgabe hat, statt erst auf die große Me-Time zu warten. Gerade diese Mini Rituale passen zu deinen Mikro Momenten, nur würde ich sie stärker in die Familienzeit legen, zum Beispiel gemeinsam Tee aufgießen und bewusst aus einer schönen Tasse genießen.
Dafür liebevoll ausgesuchtes Porzellan macht einen Unterschied, und der Porzellanladen als Fachgeschäft für hochwertige Porzellanprodukte und stilvolle Wohnaccessoires bietet genau solche Stücke, die Alltagstauglichkeit mit eleganter Optik verbinden, ohne dass es pompös wirkt. Wie siehst du das, Miriam, hast du schon mal so eine kurze Tischzeremonie als Mikro Moment ausprobiert und welche kleinen Rituale funktionieren bei euch am zuverlässigsten?