Herbstblues ade! 6 +1 Selfcare-Tipps für die dunkle Jahreszeit

Hier kommt mein Beitrag zur Blogparade von Rosina Geltinger mit 6 +1 Selfcare-Tipps, von denen du einige bestimmt noch nicht kanntest #ByebyeHerbstblues Wenn du nicht weißt, was eine Blogaparade ist, kein Problem! Im Prinzip schreiben viele Blogger zu einem Thema. Dabei entstehen ganz unterschiedliche Texte mit jeweils einer ganz persönlichen Sicht auf die Dinge. Super spannend!

Was bedeutet eigentlich Herbstblues?

Wer kennst das nicht? Es wird kalt, so bald die Sonne verschwindet. Morgens, wenn du aufstehst, ist es noch dunkel. Wenn du zur Arbeit fährst oder die Kinder zur Kita oder Schule bringst, hängt der Nebel wie eine dicke, undurchdringliche Wand vor dir. Alles in dir ruft: Ich will zurück in mein Bett. An Tagen, an denen es unaufhörlich regnet, möchtest du nicht einmal das Haus verlassen. Doch dann fällt dir die Decke auf den Kopf und dir gehen die Ideen aus, wie du die Kinder sinnvoll beschäftigen kannst. Du bekommst schlechte Laune und vielleicht bist du auch ein wenig traurig, dass der Sommer nun endgültig vorüber ist.

Dabei hat die Zeit zwischen dem Ende der Sommerferien und dem Beginn der Adventszeit ihren ganz eigenen Charme. Es gibt viele Möglichkeiten, sich gerade in dieser Zeit, sich besonders gut um sich selbst zu kümmern. Und einige davon bietet uns nur der Herbst.

Warum ist Selbstfürsorge für mich so wichtig?

Ich bin Mutter von 1 + 2 Kindern. Ich selbst habe eine kleine Tochter im Kindergartenalter. Jedes zweite Wochenende besuchen uns dann die Großen. Den Bedürfnissen aller dreien gerecht zu werden, ist für mich dabei eine enorme Herausforderung. Um so wichtiger, dass ich unter der Woche – wenn es ruhiger ist – meine Kraftreserven auftanke. Sonst würde ich den Belastungen des Alltags nicht standhalten.

Das habe ich in der Vergangenheit viel zu häufig vernachlässigt. Das Resultat: Zwischen Kindern, Karriere, Haushalt und Partner wäre es fast zu einem Burnout gekommen. Zum Glück habe ich rechtzeitig die Reißleine gezogen. Seit über einem Jahr hat Selbstfürsorge deshalb einen festen Platz in meinem Bullet Journal.

Was bedeutet Selbstfürsorge für mich?

Kurz: Alles, was mir gut tut! Vor allem Zeit alleine ist für mich als Mensch mit hochsensiblen Tendenzen unfassbar wertvoll. Warum das so ist, habe ich erst im letzten Jahr wirklich verstanden, als ich mich mit dem Thema Hochsensibilität näher beschäftigte. Und da der Alltag mit Kind häufig ungeplante Überraschungen bereithält, bin ich bei der Ausführung meiner Selfcare-Aktivitäten flexibel.

Selbstfürsorge kann deshalb für mich vieles sein: Eine ausgiebige Dusche, intensive Körperpflege, meine Gedanken in meinem Tagebuch niederschreiben, etwas Yoga oder eine Mediation. Ich habe aufgehört, Punkte genau zu definieren. Denn dann wären es nur ein weiterer Punkt auf meiner ToDo-Liste und den brauche ich wirklich nicht. Was ich brauche, ist Zeit für mich und das Gefühl, dass es in diesem Moment ausschließlich um mich geht.

In meinem Habit Tracker steht die Selbstfürsorge ganz oben

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Gegen den Herbstblues: die besten Tipps bei trüben Gedanken

1. Die Natur mit allen Sinnen geniessen bei einem Herbstspaziergang

Das tägliche Spaziergehen gehört seit rund einem Jahr zu meiner Routine. Wenn ich wenig Zeit habe, muss der Gang zum Altglascontainer oder Packshop reichen. Doch selbst dann spüre ich, wie mir die Runde um den Block gut tut. Sich zu bewegen und zumindest einmal am Tag frische Luft einzuatmen, macht mich viel ausgeglichener.

Verstärkt wird dieser Effekt, wenn ich mir bewusst MEHR Zeit nehme. Dann fahre ich ein Stück weiter in ein schönes Waldstück. Dort genieße das Farbenspiel der Natur und bewundere die Farbpracht der Blätter. Es sind die kleinen Dinge, die mich glücklich machen und Kraft für den Alltag schenken.

herbstblues fenster
Der Blick aus meinem Fenster: Trotz grauem Himmel ein Fabspiel aus grün, rot und orange

2. Mit den Kindern Blätter, Tannenzapfen & Kastanien sammeln

Das klingt für dich im ersten Moment vielleicht nicht nach Selbstfürsorge, sondern Kinderbespaßung. Da magst du Recht haben. Der Weg zum Ziel (ein Waldstück oder der Spielplatz) kann anstrengend sein. Vor Ort allerdings kannst du dann deinen Blick nach oben oder unten richten und auf Schatzsuche gehen. Mit offenen Augen die Schönheit der Natur entdecken, hat für mich etwas magisches. Auf der Suche nach dem schönsten Blatt oder einer unversehrten Eichel bin ich im Hier & Jetzt angekommen. Und genieße – ganz nebenbei – eine tolle Zeit mit meiner Familie.

Wenn es draußen stürmt, mach es dir drinnen gemütlich

3. Herbstlich dekorieren

Sich daheim wohlzufühlen, hat auch etwas mit Selbstfürsorge zu tun. Manchmal helfen schöne Dinge, die aktuelle Stimmung einzufangen. Ich gebe zu, ich bin eher minimalistisch, was Dekoration angeht. Die meiste Zeit des Jahres dekoriere ich überhaupt nicht. Doch im Herbst lädt die Natur mich quasi dazu ein. Und da ich auf alles Weihnachtliche vor dem 1. Advent allergisch reagiere und mit Halloween so gar nicht anfangen kann, feiere ich den Übergang in die dunkle Jahreszeit, gerne mit Tannenzapfen, Eicheln und Kastanien. Am besten selbst gesammelt mit den Kids! Dieses Jahr haben es sogar Zierkürbisse auf meine Fensterbank geschafft. Nun erfreue mich jeden Tag an deren Farbenspiel.

4. Besuche einen Teeladen

Ok, du kannst dir auch einfach deinen Lieblingstee in der Drogerie kaufen. Aber so ein Teeladen ist nochmal etwas ganz anderes. Ich liebe das Teehaus Michelstadt. Dort kommt unser Lieblingstee her: Michelstädter Lebenselixier! Und dieser Tee schmeckt genau so wie er klingt! Feine Noten aus Vanille und Rosen… Hmmm, ich kann kaum aufhören zu schwärmen. Wenn es kalt wird, trinken wir ihn kannenweise.

Nicht nur der Tee hat eine ganz andere Qualität. Auch die Beratung ist ein Grund, warum ich immer wieder gerne hierher komme. Das Beste: Die Verkäuferin ist besonders kinderfreundlich und alle losen Tees kannst du zu Hause in aller Ruhe testen. Die Probierpackungen sind großzügig. Das lädt geradezu zum Probieren neuer Teesorten ein. Denn selbst wenn ich Bewährtes schätze: Abwechslung tut gut und belebt die Sinne!

5. Neue Kürbis Rezepte ausprobieren

Kommen wir vom Trinken zum Essen: Auch hier kann Abwechslung die Sinne beleben. Und es gibt nichts Besseres als seinen Gaumen zu verwöhnen! Experimentiere z. B. mit den Füllungen. Oder wähle statt den Klassikern mit Hokkaido oder Butternut einen Spaghetti-Kürbis. Den habe ich bisher nur einmal gegessen und vor Kurzem in unserem Hofladen wieder entdeckt. Manchmal findest du ihn auch im Supermarkt. Also sei mutig und probiere etwas neues aus! Hier ein paar Rezeptideen.

Was das mit Selfcare zu tun hat? Für mich ist Kochen – zumindest wenn ich neue Rezepte ausprobiere – ein kreativer Prozess. Und Kreativität ist für mich eine wichtige Kraftquelle, die ich erst sehr spät entdeckt habe.

6. Kennst du schon das Selfcare Bingo?

Sehr beliebt in der Bullet Journal Community und auf jeden Fall einen Versuch wert: das Selfcare Bingo! Du brauchst kein Bullet Journal, um mitzumachen. Die Spielregeln sind denkbar einfach:

  • Schnappe dir ein großes Blatt Papier
  • Wähle ein Raster z. B. 3X3. Die Kästchen sollten so groß sein, dass du bequem darin schreiben kannst
  • Schreibe nun alles hinein, was dir gut tut und dich entspannt. Das können auch Kleinigkeiten sein, die nur wenige Minuten dauern und dir dennoch einen Moment der Ruhe schenken. Oder zur Jahreszeit passen wie eine heiße Tasse von deinem neuen Lieblings-Tee (siehe Tipp No. 4)
  • Hänge den Zettel dort auf, wo du ihn jeden Tag siehst z. B. am Kühlschrank
  • Wenn du etwas von der Liste „erledigt“ hast, dann male das Kästchen aus oder klebe einen Sticker darauf. Mach so lange weiter, bis es heißt BINGO
Dieses Selcare-Bingo habe ich im September 2021 angelegt

Dieses Selcare-Bingo habe ich im September 2021 angelegt

Bonus: Das hilft bei jeder Art von schlechter Laune und nicht nur gegen Herbstblues

Es ist so einfach und doch so wirkungsvoll: Mach dir deinen Lieblingssong! Ok, wenn dein Lieblingslied eine Ballade ist, könnte es schwierig werden. Dann wähle etwas, dass dich motiviert! Es gibt Lieder, die heben sofort die Stimmung! Sie haben eine Kraft, dass du dich einfach bewegen MUSST.

Da ich die Stille durchaus zu schätzen weiß, habe ich lange unterschätzt, welche Wirkung das richtige Lied hat. Das richtige Lied lässt mich tanzen. Voller Energie springe ich durch die Wohnung und erledige im Bruchteil der Zeit alles, was viel zu lange liegen geblieben ist.

Probiere es selbst aus! Und lass mich wissen, welches dein Lieblingslied ist?

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Hi, ich bin Miriam

Ich habe eine kleine Tochter und liebe Listen. Unter dem Motto #MachdirdasLebenleichter blogge ich seit April 2021 und gebe dir meine besten Tipps an die Hand, um dich im Alltag besser zu organisieren. Immer mit dabei: mein Bullet Journal, eine geniale Mischung aus Kalender, Notizbuch, ToDo-Liste und Tagebuch!

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10 Antworten

  1. Ein so wichtiges um immer wieder vernachlässigtes Thema. Danke fürs nach vorne holen, liebe Miriam. Das Selfcare Bingo kannte ich noch gar nicht und werd ich gleich mal ausprobieren.
    Ich bin auch ein riesen Fan von schlechte Laune mit Musik wegtanzen und steh dabei total auf das Lied Sekundenglück von Grönemeyer 🙂

    1. Hallo Carmen, ich finde voll überwältigt und dankbar, wie gut dieses Thema bei euch ankommt. In all dem Trubel (und obwohl ich es auf meinem Blog predige) stehen wir selbst meist gar hinten auf der Liste oder zumindest in der Mitte 🤪 Ich mag Grönemayer sehr, meine Mutter ist ein rihctiger Fan. Ich glaube allerdings das Lied kannte ich von ohm noch nicht🤔 Ich werde mal reinhören. Danke für den Tipp!

  2. Hallo Miriam,

    ich bin über die Blogothek auf deine Seite gekommen – ein toller Artikel. Ich bin allerdings überhaupt nicht der Listentyp. Tägliche to-do-Listen setzen mich so unter Stress, dass sie mich komplett blockieren. Ich arbeite mit der Eat-the-Frog-Methode und nehme mir eine unangenehme Arbeit pro Tag vor. Danach schaffe ich meist noch viele andere, weil das Blödeste erledigt ist. Ich habe meist nur eine Liste der Schwerpunkte für den Monat und Deadlines für bestimmte Dinge. Aber was ich richtig cool finde, ist dein Selfcare-Bingo. Das werde ich auf jeden Fall übernehmen! Danke für den coolen Tipp!

    1. Hallo Anne, ich bin auch ein riesigen Fan der Eat-That-Frog-Methode. Vor allem unliebsame Hausarbeit erledige ich gerne direkt morgens 😅 Und du hast völlig recht. Nicht umsonst heißt es: What is in motion stays in motion 😉

  3. Hallo Miriam,
    was für ein toller Artikel ist das bitte?! Danke dafür.
    Zu leicht vergessen wir (auch) an uns selbst zu denken.
    Bei deinem Tipp Nr.3 kann ich nur laut JA! rufen!

    Auf einen wunderschönen Herbst ganz ohne Blues.

    Viele Grüße vom Niederrhein
    Irina

  4. Liebe Miriam,
    ich habe mich dabei ertappt, wie ich oft genickt habe. Danke dir für deinen Beitrag, mir geht es oft ganz genauso, dass ich Zeit für mich brauche. Punkt 5 sollte ich daher wieder häufiger und Punkt 6 generell aufnehmen 🙂

  5. Hey das Selfcare-Bingo habe ich noch nicht gekannt – ein toller Tipp, danke Miriam! Listen sind mir meistens zu eindimensional und nachdem ich sie notiert habe, vergesse ich sie und sie wandern – grösstenteils unerledigt 😉 – ins Altpapier. Das ist wohl das Gegenteil von Bingo?

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