Wenn mir alles über den Kopf wächst, mache ich diese einfache Übung

Manchmal wird mir einfach alles zu viel. Diese einfache Übung hilft mir, meine Gedanken zu sortieren.
Gedanken sortieren ganz einfach mit Stift und Papier
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Manchmal wird mir einfach alles zu viel. Diese einfache Übung hilft mir, meine Gedanken zu sortieren.

Kennst du das Gefühl, wenn der Kopf fast explodiert? Gedanken wirbeln chaotisch durcheinander, die To-do-Liste ist endlos lang und es fühlt sich an, als hättest du den Überblick komplett verloren.

Du bist damit nicht allein. Die unsichtbare To-do-Liste, die wir Mütter ständig im Kopf haben, nennt sich Mental Load.

Die gute Nachricht: Es gibt eine einfache Methode, um deine Gedanken zu sortieren. Am besten legst du Stift und Papier bereit. Die Übung ist leicht umzusetzen und benötigt nur wenige Minuten.

Schritt für Schritt die Gedanken sortieren

Diese Übung stammt ursprünglich von Ryder Carroll, dem Erfinder der Bullet-Journal-Methode. Ryder Carroll nennt diese Technik geistiger Fundus.

Ich selbst finde Gedankenspeicher leeren passender und wiederhole die Übung immer dann, wenn mir alles über den Kopf zu wachsen scheint, trotz Bullet Journal.

Anschließend habe ich den Kopf wieder frei und Klarheit über meine Prioritäten. Ich habe einen Plan und weiß, was als Nächstes zu tun ist.

1. Alles aufschreiben

Die Übung dauert etwa 10 Minuten. Ich lege ein Blatt Papier quer vor mich und teile es in drei Spalten:

  • Aufgaben, an denen ich gerade arbeite
  • Aufgaben, an denen ich arbeiten sollte
  • Aufgaben, an denen ich arbeiten möchte

Im Grunde funktioniert dieser erste Schritt wie ein Braindump. Ich schreibe alles auf, was mir gerade durch den Kopf geht, ohne lange darüber nachzudenken.

Dazu gehören auch alle „Man-müsste-mal“-Aufgaben. Die Stichpunkte halte ich kurz. Wenn mir zu einer Aufgabe direkt Unteraufgaben einfallen (Stichwort: Salami-Taktik), schreibe ich diese ebenfalls auf.

Wichtig ist, zunächst einfach alles festzuhalten, egal ob klein oder groß, wichtig oder unwichtig. Das Priorisieren kommt später.

Nach diesem Schritt könnte das Ganze so aussehen:

Geistiger fundus

Quelle: Auszug aus Ryder Carolls Die Bullet Journal Methode

2. Prioritäten setzen

Bei jeder Aufgabe stelle ich mir nun zwei Fragen:

  • Ist die Aufgabe unerlässlich?
  • Ist mir die Aufgabe wichtig?

Die erste Frage betrifft z. B. die Steuererklärung. Nichts, was ich gerne tue, aber notwendig, wenn ich keinen Ärger mit dem Finanzamt will.

Die zweite Frage hinterfragt meine Motivation, mein WARUM. Eine meiner Lieblingsfragen, die ich im Zusammenhang mit Routinen ausführlich beschrieben habe.

Wenn die Antwort auf beide Fragen „nein“ lautet, streiche ich die Aufgabe. Ja, das kostet Überwindung!

Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwierig es sein kann, NEIN zu sagen. Aber nur so wird die Aufgabenliste deutlich kürzer.

Die Aufgaben, die mir wichtig sind, bekommen dagegen Vorrang.

Geistiger fundus 2

Quelle: Auszug aus Ryder Carolls Die Bullet Journal Methode

Ein Beispiel aus meinem Alltag

IIch habe für mich beschlossen, dass ich keine perfekte Hausfrau sein möchte.

Das heißt nicht, dass mir Ordnung egal ist. Ich mag eine saubere und aufgeräumte Wohnung. Aber Hausarbeit gehört für mich zu den „unerlässlichen“ Aufgaben, die ich bewusst auf ein Minimum reduziere.

So schaffe ich mir Freiraum für Dinge, die mir wichtig sind: meine Tochter und natürlich meinen Blog.

3. Aufgaben terminieren

Aufgaben, die nach dem Priorisieren übrig bleiben, bekommen einen Termin. So wird die To-do-Liste überschaubar und ich fühle mich weniger überfordert.

Ryder Carroll nutzt dafür im Bullet Journal eine Jahres-, Monats- und Wochenübersicht. Das funktioniert aber genauso mit jedem herkömmlichen Planer.

Im letzten Schritt lege ich fest, WANN ich die Aufgaben erledige:

Wie diese Übersichten im Bullet Journal aussehen, erkläre ich in den Bullet-Journal-Grundlagen.

Alle Schritte auf einen Blick

  1. Alles aufschreiben und den Gedankenspeicher leeren
  2. Gedanken sortieren, Aufgaben priorisieren oder streichen
  3. Übriggebliebene Aufgaben terminieren

Fazit: Ruhe im Kopf, klare Prioritäten und eine überschaubare Aufgabenliste

Mit dieser einfachen Technik sortiere ich meine Gedanken. Das Gedankenchaos im Kopf kommt zur Ruhe und meine To-do-Liste ist überschaubar. Vor allem weiß ich aber, was als Nächstes dran ist, statt zu versuchen, alles auf einmal zu erledigen. So bleibt mehr Zeit für Freunde und Familie.

Mich interessiert: Wie gehst du bisher mit Gedankenchaos um? Schreib es mir gerne in die Kommentare.

Weitere Tipps, um Mental Load zu reduzieren, findest du hier.

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Häufige Fragen zum Gedanken sortieren

Brauche ich dafür ein Bullet Journal?

Nein. Für die ersten beiden Schritte reicht ein Blatt Papier. Zum Terminieren eignet sich jeder Planer oder Kalender.

Was ist der Unterschied zu einem Braindump?

Was tun, wenn nach dem Streichen immer noch zu viel übrig bleibt?

Wie oft ist die Übung sinnvoll?

2 Kommentare

  1. Hallo und danke für den informativen Artikel. Aber eine Nachfrage: wo kommt die Zeitleiste aufeinmal her und wie genau stelle ich sie auf? Fehlt da ein Teil im Text?
    Vielen Dank und herzliche Grüße,
    Gesa

    1. Hallo Gesa,

      vielen dank für deinen Kommentar. Anscheinend wird das im Text nicht ganz klar. Die Zeitliste bezieht sich auf die Jahres-, Monats- und Wochenübersicht, die Ryder Carroll für seine Bullet-Journal-Methode verwendet. Mehr Infos dazu findest du hier: https://mamaliebtlisten.de/bullet-journal-grundlagen/

      Du kannst allerdings auch jeden herkömmlichen Planer verwenden, um deine ToDos zu terminieren und so den Berg auf Aufgaben auf Wochen und Monate zu verteilen.

      Viele Grüße
      Miriam

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Hi, ich bin Miriam

Ich habe eine Tochter und liebe Listen. Unter dem Motto #MachdirdasLebenleichter blogge ich seit April 2021 und teile mit dir meine Erfahrungen: was im stressigen Mama-Alltag funktioniert und was nicht.