Herbstblues ade! 6 +1 Selbstfürsorge Tipps für die dunkle Jahreszeit

Wenn die Tage kürzer werden, merke ich schnell, wie sich meine Stimmung verändert. Dann helfen mir ein paar kleine Dinge, besser durch die dunklere Jahreszeit zu kommen.
Inhaltsverzeichnis

Der Herbst ist da und mit ihm diese trüben, grauen Tage, an denen die Dunkelheit gefühlt nie endet. Morgens ist es dunkel, abends schon wieder, und dazwischen fühlt es sich oft an, als würde die Sonne sich einfach nicht blicken lassen. Für viele bedeutet das: noch weniger Energie. Der berühmte „Herbstblues“ schleicht sich ein und du spürst vielleicht, dass du dich immer erschöpfter und reizbarer fühlst.

Zumindest geht es mir so.

Auf der anderen Seite finde ich, dass der Herbst auch eine Gelegenheit sein kann, sich bewusst eine kleine Pause vom Alltag zu gönnen. Eine Zeit, um neue Kraft zu tanken und sich einfach mal um sich selbst zu kümmern.

Deshalb teile ich in meinem Beitrag zur Blogparade von Rosina Geltinger 6 + 1 einfache Selbstfürsorge Tipps für Mütter, die nicht viel Zeit haben, aber dringend etwas für sich tun wollen.

Doch bevor ich meine persönlichen Tipps mit dir teile, lohnt sich ein kurzer Blick darauf, was hinter dem Herbstblues eigentlich steckt.

Was bedeutet eigentlich Herbstblues?

Wer kennt das nicht? Es wird kalt, sobald die Sonne verschwindet. Wenn die Kinder zur Kita oder Schule gehen, ist es oft noch nebelig. Und alles in mir ruft: Ich will zurück in mein Bett. Der Herbstblues lässt grüßen.

Der Herbstblues ist ein Stimmungstief, das häufig im Herbst auftritt, wenn die Tage kürzer werden und weniger Tageslicht vorhanden ist. Typische Symptome sind Müdigkeit, Antriebslosigkeit und schlechte Stimmung. Besonders betroffen sind Menschen, die sensibel auf Lichtmangel reagieren.

Doch die gute Nachricht ist: Es gibt Wege, dem Herbstblues entgegenzuwirken z. B. mit bewussten Pausen, Bewegung und kleinen Aktivitäten, die das Wohlbefinden fördern.

Genau deshalb spielt Selbstfürsorge für mich eine wichtige Rolle. Sie hilft mir, besser mit stressigen Phasen und Stimmungstiefs umzugehen.

Warum ist Selbstfürsorge für mich so wichtig?

Als Mutter einer Tochter ist für mich Selbstfürsorge unverzichtbar – nicht nur im Herbst. Jedes zweite Wochenende besuchen uns dann ihre beiden älteren Geschwister. Den Bedürfnissen aller gerecht zu werden, ist für mich dabei eine enorme Herausforderung.

Deshalb nutze ich die ruhigeren Phasen unter der Woche, um neue Kraft zu tanken. Früher habe ich das oft vernachlässigt, was mich fast in ein Burnout führte.

Seit ein paar Jahren hat Selbstfürsorge deshalb einen festen Platz in meinem Bullet Journal. Das hilft mir, den Anforderungen des Familienalltags besser gewachsen zu sein – und nicht erst dann auf mich zu achten, wenn der Herbstblues zuschlägt.

Doch Selbstfürsorge bedeutet für jeden Menschen etwas anderes. Deshalb habe ich mich irgendwann gefragt, was mir persönlich wirklich guttut.

Was bedeutet Selbstfürsorge für mich?

Kurz gesagt: Alles, was mir guttut!

Vor allem Zeit allein ist für mich als mit hochsensiblen Tendenzen unglaublich wertvoll. Seit ich mich intensiver mit Hochsensibilität beschäftige, verstehe ich noch besser, warum das so ist.

Und da der Familienalltag häufig ungeplante Überraschungen bereithält, bleibe ich bei meinen Selfcare-Aktivitäten flexibel.

Selbstfürsorge kann deshalb für mich vieles sein: Eine ausgiebige Dusche, intensive Körperpflege, meine Gedanken in meinem Tagebuch niederschreiben, etwas Yoga oder eine Mediation. Wichtig ist das Gefühl, dass es nur um mich geht.

In meinem Habit Tracker steht die Selbstfürsorge ganz oben




In meinem Habit Tracker hat Selbstfürsorge deshalb oberste Priorität.

Der Gewohnheitstoracker eignet sich hervorragend, um Selbstfürsorge in den Alltag zu integrieren – ganz unabhängig vom Herbstblues.

Wenn du den Habit Tracker selbst ausprobieren möchtest, kannst du dir hier meine Habit-Tracker-Vorlage herunterladen.

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6 + 1 einfache Tipps gegen Herbstblues im Familienalltag

Wenn sich der Herbstblues bemerkbar macht, helfen mir oft kleine Dinge im Alltag. Hier sind meine liebsten Selbstfürsorge Tipps, um den Herbst bewusst zu genießen und die negativen Gedanken zu vertrieben.

1. Die Natur beim Herbstspaziergang mit allen Sinnen geniessen

Seit ein paar Jahren gehört das tägliche Spazierengehen fest zu meiner Routine. Selbst kurze Wege, wie eine Runde um den Block, tun mir gut. Die Bewegung und die frische Luft machen mich viel ausgeglichener – nicht nur wenn der Herbstblues einen überwältigt, sondern das ganze Jahr über. Das spüre ich vor allem an Tagen, an denen ich nicht dazu komme.

Wenn ich mehr Zeit habe, fahre ich in ein schönes Waldstück und genieße die Natur und die Farbenpracht der Blätter. Diese kleinen Momente machen mich glücklich und geben mir Kraft für den Alltag und helfen wunderbar gegen Herbstblues.

herbstblues fenster
Der Blick aus meinem Fenster: Trotz grauem Himmel ein Fabspiel aus grün, rot und orange

2. Mit den Kindern Blätter, Tannenzapfen & Kastanien sammeln

Das mag zunächst nach Kinderbespaßung klingen und nicht nach Selbstfürsorge. Und ja, der Weg zum Wald oder Spielplatz kann anstrengend sein.

Doch sobald ich dort bin, richte ich meinen Blick bewusst nach oben oder unten. Mit offenen Augen entdecke ich die Schönheit der Natur. Das schönste Blatt. Eine unversehrte Eichel. Eine besonders große Kastanie.

Gemeinsam mit meiner Tochter gehe ich auf Schatzsuche und bin dabei ganz im Hier und Jetzt angekommen. Und genieße – ganz nebenbei – wertvolle Zeit mit meiner Familie.

3. Herbstlich dekorieren

Sich zu Hause wohlzufühlen, hat für mich auch etwas mit Selbstfürsorge zu tun. Manchmal helfen schöne Dinge, die aktuelle Stimmung einzufangen. Ich gebe zu, ich bin eher minimalistisch, was Dekoration angeht. Die meiste Zeit des Jahres dekoriere ich überhaupt nicht. Doch der Herbst lädt mich dazu ein, die Natur ins Haus zu holen.

Und so dekoriere ich gerne mit Tannenzapfen, Eicheln und Kastanien – selbst gesammelt mit den Kindern! Dieses Jahr haben es sogar Zierkürbisse auf meine Fensterbank geschafft, und ich freue mich jeden Tag über ihre Farbenpracht.

4. Einen Teeladen besuchen

Natürlich könntest du deinen Lieblingstee in der Drogerie kaufen, aber ein Besuch im Teeladen ist etwas ganz Besonderes. Ich liebe das Teehaus Michelstadt. Besonders den Michelstädter Lebenselixier-Tee, eine köstliche Mischung aus Vanille und Rosen.

Und auch wenn ich meine Favoriten habe, bringt Abwechslung neuen Schwung in den Alltag und belebt die Sinne.

Gibt es einen Teeladen in deiner Nähe? Schreib es gerne in die Kommentare.

5. Neue Kürbis Rezepte ausprobieren

Kommen wir vom Trinken zum Essen: Abwechslung belebt auch hier die Sinne! Ich probiere gerne neue Kürbissorten aus statt der üblichen wie Hokkaido oder Butternut. Kennst du z. B. den Spagettikürbis? Hier sind ein paar Rezeptideen.

Und wenn du wissen willst, was bei uns im Herbst sonst noch auf den Tisch kommt, dann lies hier weiter.

Was das mit Selbstfürsorge zu tun hat? Für mich ist Kochen ein kreativer Prozess, zumindest wenn ich neue Rezepte ausprobiere. Kreativität ist für mich eine wichtige Kraftquelle, die ich erst sehr spät entdeckt habe.

6. Kennst du schon das Selfcare Bingo?

Ein Selfcare Bingo ist eine spaßige und effektive Methode, um Selbstfürsorge in den Alltag zu integrieren. Du brauchst dafür auch kein Bullet Journal dafür. Ein Blatt Papier reicht. Die Spielregeln sind denkbar einfach:

  • Erstelle ein 3×3-Raster und fülle die Kästchen mit kleinen Aktivitäten, die dir guttun und Entspannung bringen, wie eine Tasse Tee oder einen Spaziergang.
  • Hänge das Bingo sichtbar auf, z. B. am Kühlschrank.
  • Markiere jede erledigte Aktivität, indem du das Kästchen ausmalst oder einen Sticker darauf klebst.
  • Ziel ist es, alle Kästchen zu füllen und so „BINGO“ zu erreichen. Eine einfache und motivierende Art, für dich zu sorgen!
Dieses Selcare-Bingo habe ich im September 2021 angelegt

Dieses Selcare-Bingo habe ich im September 2021 angelegt

Bonus-Tipp: Lieblingssong anmachen

Das hilft bei jeder Art von schlechter Laune und nicht nur gegen Herbstblues.

Lange habe ich unterschätzt, wie sehr Musik einen positiven Effekt haben kann. Das richtige Lied gibt mir einen richtigen Energieschub, lässt mich tanzen und ich erledige im Bruchteil der Zeit alles, was viel zu lange liegen geblieben ist.

Alle Tipps gegen Herbstblues auf einen Blick

  1. Die Natur beim Herbstspaziergang mit allen Sinnen genießen.
  2. Mit den Kindern Blätter, Tannenzapfen & Kastanien sammeln.
  3. Wenn es draußen stürmt, drinnen herbstlich dekorieren.
  4. Einen Teeladen besuchen und neue Teesorten entdecken.
  5. Neue Kürbisrezepte ausprobieren.
  6. Spiel und Spaß mit dem Selfcare-Bingo.
  7. Einfach den Lieblingssong voll aufdrehen und dazu singen und tanzen.

Fazit: Bye Bye Herbstblues kann so einfach sein

Ich hoffe, diese einfachen Tipps zeigen dir, dass Selbstfürsorge im Herbst und im Familienalltag nicht aufwendig sein muss. Es braucht keine Spa-Tage oder Wellness-Wochenenden. Viel realistischer ist es, kleine Momente bewusst zu genießen.

Mich interessiert. Welche Selbstfürsorge Tipps helfen dir gegen Herbstblues? Schreib es gerne in die Kommentare.

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Das bin ich! Miriam von Mama leibt Listen

Hi, ich bin Miriam

Ich habe eine Tochter und liebe Listen. Unter dem Motto #MachdirdasLebenleichter blogge ich seit April 2021 und teile mit dir meine Erfahrungen, um dich im Mama-Alltag besser zu organisieren. Immer mit dabei: mein Bullet Journal, eine geniale Mischung aus Kalender, Notizbuch, ToDo-Liste und Tagebuch!

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10 Kommentare

  1. Ein so wichtiges um immer wieder vernachlässigtes Thema. Danke fürs nach vorne holen, liebe Miriam. Das Selfcare Bingo kannte ich noch gar nicht und werd ich gleich mal ausprobieren.
    Ich bin auch ein riesen Fan von schlechte Laune mit Musik wegtanzen und steh dabei total auf das Lied Sekundenglück von Grönemeyer 🙂

    1. Hallo Carmen, ich finde voll überwältigt und dankbar, wie gut dieses Thema bei euch ankommt. In all dem Trubel (und obwohl ich es auf meinem Blog predige) stehen wir selbst meist gar hinten auf der Liste oder zumindest in der Mitte 🤪 Ich mag Grönemayer sehr, meine Mutter ist ein rihctiger Fan. Ich glaube allerdings das Lied kannte ich von ohm noch nicht🤔 Ich werde mal reinhören. Danke für den Tipp!

  2. Hallo Miriam,

    ich bin über die Blogothek auf deine Seite gekommen – ein toller Artikel. Ich bin allerdings überhaupt nicht der Listentyp. Tägliche to-do-Listen setzen mich so unter Stress, dass sie mich komplett blockieren. Ich arbeite mit der Eat-the-Frog-Methode und nehme mir eine unangenehme Arbeit pro Tag vor. Danach schaffe ich meist noch viele andere, weil das Blödeste erledigt ist. Ich habe meist nur eine Liste der Schwerpunkte für den Monat und Deadlines für bestimmte Dinge. Aber was ich richtig cool finde, ist dein Selfcare-Bingo. Das werde ich auf jeden Fall übernehmen! Danke für den coolen Tipp!

    1. Hallo Anne, ich bin auch ein riesigen Fan der Eat-That-Frog-Methode. Vor allem unliebsame Hausarbeit erledige ich gerne direkt morgens 😅 Und du hast völlig recht. Nicht umsonst heißt es: What is in motion stays in motion 😉

  3. Hallo Miriam,
    was für ein toller Artikel ist das bitte?! Danke dafür.
    Zu leicht vergessen wir (auch) an uns selbst zu denken.
    Bei deinem Tipp Nr.3 kann ich nur laut JA! rufen!

    Auf einen wunderschönen Herbst ganz ohne Blues.

    Viele Grüße vom Niederrhein
    Irina

  4. Liebe Miriam,
    ich habe mich dabei ertappt, wie ich oft genickt habe. Danke dir für deinen Beitrag, mir geht es oft ganz genauso, dass ich Zeit für mich brauche. Punkt 5 sollte ich daher wieder häufiger und Punkt 6 generell aufnehmen 🙂

  5. Hey das Selfcare-Bingo habe ich noch nicht gekannt – ein toller Tipp, danke Miriam! Listen sind mir meistens zu eindimensional und nachdem ich sie notiert habe, vergesse ich sie und sie wandern – grösstenteils unerledigt 😉 – ins Altpapier. Das ist wohl das Gegenteil von Bingo?

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