Eigentlich wissen wir es besser: Wir wollen es perfekt machen. Doch statt am Ende stolz das Ergebnis zu genießen, brennen wir auf dem Weg dahin aus. Ob Haushalt, Job oder die Familie, wir sind unzufrieden mit dem Status quo und fragen uns, was wir wohl falsch machen. Andere schaffen das doch auch, oder?
Ich tappe selbst immer wieder in die Falle, obwohl ich meinen ersten Blogartikel über dieses Thema geschrieben habe: Wie du deinen Perfektionismus ablegen kannst
Deshalb hat mich die Blogparade von Veronika Julmi sofort angesprochen. Statt perfekter Routinen und Strukturen fragt Veronika: Gut genug statt perfekt: Was mir im Mama-Alltag wirklich Energie gibt
Meine „Tankstellen“ im Mama-Alltag
Yoga, Meditation, 5-Uhr-Morgenroutine… Was wir laut den sozialen Medien alles tun sollen. Die Wahrheit ist: Habe ich alles ausprobiert. Tut gut, halte ich aber langfristig nicht durch.
Bewährt haben sich stattdessen ganz unspektakuläre Routinen. Einfache Routinen, die den Kopf frei machen und mir Energie geben, um im Mama-Alltag mehr als nur zu funktionieren.
1. Gut geplant ist halb gewonnen
Nichts leert schneller den Akku als zu viel Mental Load.
Deswegen schreibe ich alles auf. Wirklich ALLES! Je nach Situation entweder auf Zettel, in mein Notizbuch oder unterwegs in meinem Smartphone. Wenn es wirklich viel ist, mache ich mir hin und wieder eine XXL-To-do-Liste.
Wichtig: Ich sortiere und gruppiere die Aufgaben anschließend.
Kleine Aufgaben übertrage ich in meinen Wochenplaner. Dabei achte ich darauf, diese so zu verteilen, dass ich mich nicht überfordere und der Plan zu unserem Terminkalender passt.
Zusammenhängende Aufgaben fasse ich in Projekte zusammen. Wie genau ich plane, habe ich in einer eigenen Serie zusammengefasst.

Mein Wochenplaner für weniger Mental Load und mehr Energie im Mama-Alltag
Mit einem groben Fahrplan ist mein Gehirn glücklich. Denn es weiß, was als Nächstes zu tun ist und was warten kann. Diese Energie nutze ich, um direkt loszulegen.
2. Raus an die frische Luft
Wenn es das Wetter zulässt, fahre ich mit dem Fahrrad zur Arbeit. So habe ich mich bereits etwas bewegt und mein Kopf ist direkt startklar. Ganz ohne eine extra starke Tasse Kaffee.
In stressigen Zeiten ersetzt das Fahrradfahren allerdings nicht den täglichen Spaziergang. Unter der Woche gehe ich in der Mittagspause eine Runde im nahegelegenen Schlossgarten spazieren. Manchmal mit, manchmal ohne Hörbuch.
Das dauert 20 bis 30 Minuten. Doch die Zeit macht einen riesigen Unterschied für mein persönliches Wohlbefinden.

Meine tägliche Runde im Schlossgarten
3. Kreative Auszeit ohne Bildschirm
Da ich beruflich wie für meinen Blog viel am Laptop sitze, merke ich vor allem im Urlaub, dass ich dazu einen Ausgleich brauche.
Das geht im Alltag mit Kind am besten beim Malen und Gestalten. Ob beim Bullet Journaling, Diamond Painting oder mit Malbüchern.

Vieles davon kann ich gemeinsam mit meiner Tochter tun, ohne dass mir extra Zeit dafür „freischaufeln“ muss.
Quality Time statt reine Me-Time.
4. Auftanken in Gesellschaft
Einmal im Monat versuche ich, mich mit meinen Freundinnen zu treffen. Mal in großer Runde (häufig mit Kindern), mal in kleiner Runde (ohne Kind).
Das klappt natürlich nicht immer. Aber seitdem wir stärker darauf achten und direkt den nächsten Termin vereinbaren, statt darauf zu warten, treffen wir uns häufiger.
Diese Me-Time genieße ich sehr, und sie lädt meinen sozialen Akku auf.
5. Mein Kraftort: das Wattenmeer
Einmal im Jahr darf ich mich dann erholen und neue Energie gewinnen. Warum das Wattenmeer für mich mehr ist als ein Urlaubsort, habe ich hier aufgeschrieben:
Weite, Wind und Watt: Mein Kraftort am Meer
Der Beitrag ist ebenfalls Teil einer Blogparade und greift dieses Thema perfekt auf 😉
Energie tanken im Mama-Alltag kurz & knapp
- Weniger Mental Load dank Planungsroutinen
- Tägliche Bewegung an der frischen Luft
- Kreativ werden, um Bildschirmzeit zu reduzieren
- Regelmäßig Freunde treffen
- Urlaub an der Nordsee einmal im Jahr
All das funktioniert natürlich nur mit ausreichend Schlaf. Deswegen liege ich spätestens um halb elf im Bett und stehe auch am Wochenende gegen halb sieben auf.
Die Zeit nutze ich dann für mich: Um kreativ zu sein oder einen Blogartikel zu schreiben wie diesen hier. Oder einfach nur, um die Ruhe zu genießen…
Fazit: Gut genug ist völlig ausreichend
Auftanken im Mama-Alltag ist möglich. Mit einem unperfekten Plan, ausreichend Schlaf und Zeit, in der niemand etwas von mir will, habe ich im hektischen Familienalltag meist genug Energie, um das umzusetzen, was ich mir vorgenommen habe.
Energie spare ich auch durch 20 Dinge, die ich im Mama-Alltag nicht (mehr) tue.
Damit mehr Zeit bleibt für die Dinge, die mir wirklich wichtig sind.




