In der Praxis hat das selten funktioniert. Nicht, weil ich es nicht ernst gemeint habe, sondern weil ich zu viel auf einmal verändern wollte.
Heute gehe ich anders vor. Neue Gewohnheiten aufbauen bedeutet für mich nicht mehr, große Vorsätze zu fassen, sondern kleine Veränderungen im Alltag umzusetzen. Kleine Veränderungen, ohne dass ich mein ganzes Leben umstellen muss. Und was ich dabei wirklich brauche, ist Geduld.
Hier zeige ich dir, welche Methoden mir dabei geholfen haben und wie sie zusammenhängen.
Kleine Schritte statt grosser Vorsätze
Der Ausgangspunkt war für mich das Buch Atomic Habits* von James Clear. Es ist mittlerweile eines meiner Lieblingsbücher zu diesem Thema.
Es hat mir geholfen, vor allem eines zu verstehen: Ich bin nicht gescheitert, weil ich undiszipliniert bin. Ich bin gescheitert, weil meine Ziele zu groß waren.
Wer Gewohnheiten aufbauen will, sollte klein und realistisch beginnen. Und noch leichter wird es, wenn sie an etwas andocken, das ich sowieso jeden Tag tue. Dieses Denken hat viel Druck rausgenommen.
Ich muss nicht mein ganzes Leben optimieren. Ich muss nur den nächsten kleinen Schritt gehen.
Was ich aus Atomic Habits für meinen Alltag mitgenommen habe, findest du hier.
Neue Gewohnheiten beginnen mit Klarheit
Bevor ich etwas ändere, schaue ich erst einmal hin. Ehrlich und ohne Bewertung.
Welche Gewohnheiten habe ich eigentlich? Was passiert automatisch? Und was davon tut mir gut oder eben nicht?
Die Habit Scorecard ist für mich ein gutes Werkzeug, um genau das sichtbar zu machen. Dinge, die sonst nebenbei passieren, stehen plötzlich schwarz auf weiß da. Erst dadurch konnte ich entscheiden, was bleiben darf und was nicht.
Für mich ist das der erste Schritt: Nicht sofort optimieren, sondern erkennen.
Wie ich mithilfe der Habit Scorecard meine Gewohnheiten analysiere, habe ich hier aufgeschrieben.
Dranbleiben funktioniert nur, wenn ich es sehe
Ich kann mir viel vornehmen. Wenn ich meinen Fortschritt nicht sehe, verliere ich ihn schnell wieder aus dem Blick.
Deshalb nutze ich einen Habit Tracker. Er ist fester Bestandteil meines Bullet Journals. Ich sehe ihn aber nicht als Kontrollinstrument, sondern als Erinnerung im Alltag.
Ein kleines Häkchen ist unscheinbar, aber es zeigt mir ziemlich klar, ob ich wirklich dranbleibe oder ob ich mir nur einrede, dass ich es tue.
Warum ich einen Habit Tracker nutze und wie ich ihn einsetze, habe ich hier genauer erklärt.
Und wenn du ihn ausprobieren möchtest, kannst du dir hier eine Habit-Tracker-Vorlage herunterladen.
Routinen dürfen sich entwickeln
Eine der wichtigsten Lektionen für mich war diese: Neue Routinen entstehen nicht über Nacht.
Ich beginne mit einer einzigen Veränderung. Dann muss sie sich im Alltag bewähren. Wenn es nicht funktioniert, passe ich die Routine an. Nicht mein ganzes Leben. Nur diese eine Routine.
Erst wenn sich etwas selbstverständlich anfühlt, kommt der nächste Schritt. Routinen dürfen sich entwickeln. Sie müssen nicht von Anfang an perfekt sein. Und vor allem brauchen sie Zeit.
Wie ich Routinen entwickle, ohne mich zu überfordern, habe ich hier zusammengefasst.
Gewohnheiten aufbauen kurz & knapp
- Die Basis: Atomic Habits von James Clear
- Schritt für Schritt neue Gewohnheiten aufbauen
- Nicht sofort optimieren, sondern reflektieren mithilfe der Habit Scorecard
- Ein Habit Tracker hilft beim Dranbleiben
- Neue Gewohnheiten brauchen Zeit und Geduld
Fazit: Gewohnheiten aufbauen beginnt nicht mit Motivation
Ich warte nicht mehr auf den perfekten Zeitpunkt. Gewohnheiten entstehen im Alltag. Durch Erkennen. Durch Wiederholung. Durch kleine Anpassungen. Und vor allem durch Geduld.
Und vielleicht ist das der eigentliche Unterschied. Ich versuche nicht mehr, mich komplett zu verändern. Ich verändere nur den nächsten kleinen Schritt. Genau so funktioniert für mich Gewohnheiten aufbauen.
Das Buch zum Thema
Mit Sternchen (*) gekennzeichneten Links sind sogenannte Affiliate-Links. Wenn du auf einen solchen Affiliate-Link klickst und über diesen einkaufst, bekomme ich vom betreffenden Online-Shop oder Anbieter eine Provision. Für dich verändert sich der Preis nicht.

