Mental Load als Mutter: Was wirklich hilft, wenn der Kopf zu platzen droht

Mental Load als Mutter bedeutet für mich, ständig an alles und für jeden zu mitdenken. Irgendwann ist der Kopf einfach voll.
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Du funktionierst den ganzen Tag. Du organisierst, erinnerst, planst voraus. Oft, ohne dass es jemand merkt. Selbst wenn du kurz innehältst, bleibt das Gefühl: Da war doch noch was.

Ich kenne das nur zu gut.

Wenn ich auf der Couch sitze und trotzdem nicht abschalten kann

Abends sitze ich auf der Couch. Eigentlich der Moment, auf den ich mich den ganzen Tag gefreut habe. Endlich Ruhe. Eigentlich.

Im Kopf gehe ich den nächsten Tag durch. Habe ich an alles gedacht? Fehlt noch etwas für die Schule? Wann war nochmal der nächste Termin? Während ich noch darüber nachdenke, kommt schon der nächste Gedanke hinterher.

Früher habe ich gedacht, das ist einfach normal. Dass mein Kopf eben immer mitläuft. Heute weiß ich, dass genau das einen Namen hat: Mental Load.

Mental Load als Mutter: Warum der Kopf nie wirklich Pause macht

Mental Load bezeichnet die unsichtbare mentale Belastung, die im Familienalltag ständig im Hintergrund läuft. In vielen Familien liegt diese Denkarbeit noch immer überwiegend bei Frauen, besonders bei Müttern.

Als Mutter bedeutet das vor allem eines: den Überblick behalten. Termine im Kopf haben, Einkäufe planen, an Geburtstage denken, Abläufe koordinieren. Viele dieser Aufgaben passieren gleichzeitig und bleiben dennoch unsichtbar.

Was Mental Load so anstrengend macht, ist genau diese Dauerpräsenz. Der Kopf ist selten wirklich leer. Selbst in ruhigen Momenten arbeitet der Kopf weiter und „schreibt“ die nächste Liste.

Während sichtbare Aufgaben irgendwann erledigt sind, bleibt diese mentale To-do-Liste bestehen, wird immer länger und fortlaufend aktualisiert. Und genau das macht Mental Load im Alltag so anstrengend.

Wie sich Mental Load in meinem Alltag zeigt

Das Gedankenkarussell drehte sich bereits lange, bevor ich Mutter wurde. Damals litt ich vor allem an Schlafproblemen. Nächtelang lag ich wach, dachte nach und konnte nicht einschlafen.

Als dann meine Tochter geboren wurde, musste ich an so viel mehr denken (und tue es bis heute). Wenn mir alles zu viel wird, werde ich richtig gereizt. Dann werde ich auch mal laut. Zum Glück passiert das heute nur noch selten, denn ich habe Wege gefunden, mit dem Mental Load als Mutter besser umzugehen.

Was mir hilft, wenn der Kopf zu voll ist

Es gibt Tage, da fühlt sich mein Kopf voller an als mein Terminkalender. Gedanken wirbeln durcheinander und ich verliere den Überblick.

In solchen Momenten hilft es mir, alles aufschreibe, was durch meinen Kopf geistert. Von einem willkürlichen Gedanken über Ideen bis hin zum Einkaufszettel. Manchmal schreibe ich es einfach auf einen Zettel, manchmal notiere ich es in meinem Planer. Hauptsache raus aus meinem Kopf.

Diese Übung mache ich immer dann, wenn ich meine Gedanken gezielt sortieren möchte.

Anschließend sehe ich, was wirklich ansteht, was warten kann und was ich streichen darf.

Was mir hilft, wenn die Nerven blank liegen

Wenn zum Mental Load, dann noch Zeitdruck kommt, ist der Ausraster quasi vorprogrammiert. Zum Beispiel morgens, wenn alle pünktlich das Hause verlassen sollen, das Kind trödelt oder irgendetwas vergessen hat. Diese typischen Situationen bringen mich schneller an meine Grenze, als ich es eigentlich möchte.

In solchen Momenten mache ich ein paar sehr einfache, aber wirkungsvolle Atemübungen. Kurz innehalten und den Fokus auf meinen Atem lenken.

Die Situation bleibt die gleiche, aber ich reagiere anders.

Wie genau diese Übungen funktionieren, habe ich hier aufgeschrieben.

Was mir langfristig hilft, Mental Load als Mutter zu reduzieren

Ich habe lange nach der EINEN Lösung gesucht. Stattdessen setze ich heute auf viele kleine Veränderungen im Alltag.

Inspiriert durch eine Podcast-Folge von Veit Lindau habe ich sechs einfache Tipps gegen Überforderung aufgeschrieben.

Welche Tipps gegen Überforderung das sind, kannst du hier nachlesen.

Wenn ich morgens vor dem Kleiderschrank stehe

Auch das ist für mich Mental Load: morgens vor dem Kleiderschrank zu stehen und zu überlegen, was ich anziehen soll. Es klingt banal, aber genau solche Entscheidungen kosten unnötig Energie.

Deshalb habe ich vor einiger Zeit meine Garderobe vereinfacht. Stichwort: Capsule Wardrobe für Mamas. Weniger Grübeln am Morgen, mehr Klarheit. Ich greife einfach etwas heraus und weiß, dass es passt.

Wie ich meine Capsule Wardrobe aufgebaut habe und wie sie meinen Alltag vereinfacht, habe ich hier aufgeschrieben.

Warum mein eigener Anspruch alles schwerer macht

Ein Teil meines Mental Load entsteht nicht nur durch den Familienalltag, sondern durch meine eigenen Erwartungen als Mutter.

Ich hatte lange das Gefühl, alles gleichzeitig im Griff haben zu müssen: Haushalt, Familie, Job. Und am besten so, dass es nach außen ganz leicht aussieht.

Irgendwann habe ich gemerkt, dass genau dieser Anspruch den Druck verstärkt. Seit ich meine Erwartungen hinterfrage und meinen inneren Kritiker regelmäßig in die Schranken weise, sehe ich vieles entspannter.

Was Perfektionismus mit Mental Load zu tun hat und wie du ihn ablegen kannst, habe ich hier festgehalten.

Mental Load als Mutter kurz & knapp

  • Mental Load bezeichnet die unsichtbare Denkarbeit in der modernen Gesellschaft: das Gefühl, für alle ständig mitdenken zu müssen.
  • Mental Load führt zu Schlafproblemen, Stress und Gereiztheit. Abschalten ist auch in Ruhephasen kaum möglich.
  • Aufschreiben hilft das Gedankenkarussell zu verlangsamen und das Gedankenchaos im Kopf zu sortieren. Besser Aufgaben streichen statt zu verschieben.
  • Mit einfachen Atemübungen lassen sich Ausraster vermeiden.
  • Perfektionismus ist im Familienalltag fehl am Platz. Überzogenen Erwartungen machen den Alltag schwerer, nicht besser.

Fazit: Ich darf müde sein, auch wenn ich scheinbar nichts getan habe

Mental Load als Mutter verschwindet nicht einfach. Aber ich habe gelernt, ihn besser wahrzunehmen. Und ich kenne Wege, um meinen Kopf gezielt zu entlasten und ruhig zu bleiben, wenn mal wieder die Nerven blank liegen. Nicht jeden Tag. Aber immer öfter.

Ich hoffe, du konntest auch einiges aus diesem Beitrag für dich mitnehmen.

Mich interessiert: Woran merkst du, dass dein Kopf gerade zu voll ist?

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Das bin ich! Miriam von Mama leibt Listen

Hi, ich bin Miriam

Ich habe eine Tochter und liebe Listen. Unter dem Motto #MachdirdasLebenleichter blogge ich seit April 2021 und teile mit dir meine Erfahrungen, um dich im Mama-Alltag besser zu organisieren. Immer mit dabei: mein Bullet Journal, eine geniale Mischung aus Kalender, Notizbuch, ToDo-Liste und Tagebuch!

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