Die Tage werden länger, und beim Blick nach draußen merke ich: Ich sollte die Fenster putzen. Und wenn ich genauer darüber nachdenke, wäre es Zeit für den Frühjahrsputz. Doch wer hat schon Lust, stundenlang zu schrubben? Ich nicht – und du auch nicht!
Die gute Nachricht: Ein gründlicher Frühjahrsputz muss nicht ewig dauern. Mit der zeitsparenden Methode, die ich dir hier vorstelle, haben Staub und Schmutz keine Chance – und du bist im Handumdrehen fertig.
Inspiriert wurde dieser Beitrag von Melissa Maker von Clean my Space. Sie ist Reinigungsprofi, hasst es aber zu putzen. Ein Widerspruch? Keineswegs! Denn genau so findet sie die besten Methoden, um dein Zuhause schnell und effizient zu reinigen. Also schnapp dir deine Putzutensilien und los geht’s!
Jeden Raum schnell reinigen mit dem 3-Wave-Cleaning-System
Das 3-Wave-Cleaning-System (auf Deutsch: 3-Wellen-System) ist einfach und genial. Es eignet sich nicht nur für den Frühjahrsputz, sondern auch für die tägliche Putzroutine. Und das Beste: Du brauchst nur wenige Dinge, die du vermutlich bereits zu Hause hast.
Die Vorbereitung
- mehrere Mikrofaser-Tücher
- eine kleine Sprühflasche
- Spülmittel
- optional: ein paar Tropfen ätherisches Öl
Das Rezept für den Fast-Alleskönner
Fülle die Sprühflasche zur Hälfte mit Wasser, gib einen ordentlichen Spritzer Spüli hinzu und füge je nach Vorliebe 10 bis 20 Tropfen deines Lieblingsdufts hinzu. Fertig! Ich benutze besonders gerne Lavendel – das macht das Putzen gleich entspannter.
Bereit für den Frühjahrsputz?
Frühjahrsputz klingt aufwendig, muss es aber nicht sein! Starte in einem Raum, in dem du schnell Erfolge siehst. Das motiviert dich, weiterzumachen.
1. Welle: Oberflächen freiräumen
Erinnere dich an die Körbchen-Methode: Alle Dinge, die nicht in den Raum gehören, in einem Korb sammeln und vor der Tür oder im Flur abstellen. Arbeite dich im Uhrzeigersinn von der Tür aus durch den Raum.
Deko und andere Gegenstände legst du in einen separaten Korb oder auf Flächen, die nicht gereinigt werden, z. B. Bett oder Couch. Das Freiräumen ist wichtig – nur so kannst du alle Oberflächen schnell und gründlich reinigen.
Zwischenschritt: Staub wischen
Merke: erst trocken, dann nass! Ich habe es lange falsch gemacht und mich über graue Fusel geärgert, die nach dem feuchten Abwischen hängen blieben.
Mikrofasertücher können Staub nur dann gut aufnehmen, wenn sie trocken sind. Also: Erst alle Oberflächen trocken abstauben – das dauert keine fünf Minuten, wenn der Raum bereits aufgeräumt ist.
2. Welle: Oberflächen abwischen
Vom Staub befreit hast du zwei Möglichkeiten, deine Oberflächen schnell zu reinigen:
- Direkt auf das Tuch sprühen & abwischen: Ideal für empfindliche Oberflächen wie Holz oder Regale, die „nass“ nicht mögen. Dabei immer von oben nach unten arbeiten.
- Einsprühen & Einwirken: Alles großzügig einsprühen, kurz einwirken lassen und mit einem sauberen Mikrofasertuch abwischen. Perfekt für hartnäckige Flecken. Du wirst sehen, die Einwirkzeit macht einen großen Unterschied.
Auf die Technik kommt es an
Ich dachte lange, die Wischtechnik sei egal – aber es macht einen Unterschied, wie du wischst. Melissa Maker empfiehlt das S-Pattern: Wische in S-förmigen Bewegungen von oben nach unten bzw. von hinten nach vorne. Dadurch werden Flächen gründlicher sauber.
Zusätzlich kannst du den Eyelevel-Test machen: Betrachte die Fläche auf Augenhöhe. Von oben sieht es meistens sauber aus. Bei genauer Prüfung entdecke ich noch den ein oder anderen Schmutz, der sich vor mir versteckt hat. Hier ein Beispiel aus meiner Küche:
Weitere clevere Putztipps vom Profi findest du in meinem Beitrag: Richtig putzen: 10 Putztipps, die du kennen solltest
3. Welle: Den Boden reinigen
Wenn du dich an die „von oben nach unten“-Regel gehalten hast, liegt der meiste Schmutz nun auf dem Boden. Kein Problem! Jetzt wird das gesamte Zimmer gesaugt. Je nach Bodenbelag kannst du es anschließend nass wischen.
Das 3-Wave-Cleaning-System im Überblick
- Welle: Oberflächen freiräumen mit der Körbchen-Methode
- Welle: Erst trocken Staub wischen, dann Oberflächen abwischen – immer von oben nach unten und in S-förmigen Bewegungen.
- Welle: Boden saugen oder wischen, fertig!
Fazit: Frühjahrsputz ist kein Hexenwerk
Du siehst: Ein Frühjahrsputz muss keine große Sache sein.! Arbeite dich Raum für Raum vor. Die meiste Zeit geht für das Aufräumen drauf – darum ist tägliches Speedcleaning sinnvoll. Wie das funktioniert, erfährst du hier.
Übrigens: Das Fensterputzen überlasse ich meinem Mann, denn ich hasse diese Aufgabe.
Wenn du dir eine eigene Putzroutine aufbauen willst, hole dir mein Workbook und erstelle deinen persönlichen Wochenplan für ein aufgeräumtes Zuhause
Falls dir gerade überhaupt nicht nach Putzen ist und du lieber auf dem Sofa liegst, lies hier weiter: Frühjahrsmüdigkeit ade: 8 Tipps für mehr Energie im Frühling. Denn Frühjahrsmüdigkeit ist kein Zufall – du kannst aktiv etwas dagegen tun!
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