Jede Woche setze ich mich hin, um unseren Essensplan zu schreiben. Und jede Woche stellt sich dieselbe Frage: Was essen wir?
Manchmal sitze ich vor einem leeren Blatt, weil mir nichts einfällt. Nach einem vollen Tag zwischen Job, Familie und Haushalt ist mein Kopf einfach leer.
Genau dann greife ich auf Gerichte zurück, die bei uns immer gehen. Statt lange zu grübeln, schreibe ich mindestens eines davon auf.
Meine 10 Gerichte für den Wochenplan
Nichts Ausgefallenes oder für Kalorienbewusste. Aber genau das, was allen schmeckt. Einige davon kennst du bestimmt. Andere möchtest du für vielleicht ausprobieren.
1. Spaghetti Bolognese
Eines meiner Lieblingsessen und wahrscheinlich auch das, was dir als Erstes einfällt, wenn du daran denkst, was du mal wieder kochen könntest.
Ich gebe zu, es ist etwas aufwendiger. Aber der Aufwand lohnt sich. Denn wenn ich Bolognese koche, landet der Rest am nächsten Tag in Gericht Nummer drei.
Aber vorher brauchen wir dafür noch etwas anderes.
2. Pfannkuchen oder Waffeln
Mindestens einmal in der Woche gibt es bei uns Pfannkuchen oder Waffeln. Ob herzhaft oder süß: Es geht beides.
Auch hier bleibt oft etwas übrig. Das ist kein Problem. Die übrigen Pfannkuchen sind die gute Grundlage für das nächste Gericht.
3. Gefüllte Pfannkuchen
Ein wunderbares Resteessen aus Nummer eins und zwei: Meine Mutter hat das früher schon so gemacht. Immer wenn es Bolognese gab, hat sie am nächsten Tag Pfannkuchen gebacken und sie mit dem Rest Bolognese Soße gefüllt.
Und so geht’s:
- Pfannkuchen backen oder die übrigen vom Vortag nehmen.
- Mit Bolognese füllen, wahlweise Käse darüber streuen und zusammenrollen.
- Direkt essen oder mit etwas Käse im Backofen überbacken.
Hmmm, lecker! Schmeckt für mich bis heute nach Kindheit.
4. Spaghetti Leftover
Ein weiteres Resteessen. Zumindest bei uns. Dieses Mal von James May, bekannt aus Top Gear.
Hier muss ich kurz ausholen: James May hat eine Kochsendung auf Amazon Prime: Oh cook!* Obwohl er selbst nicht kochen kann, wie er sagt.
Mein Mann und meine Tochter lieben diese Sendung. Das Kochbuch dazu war das perfekte Geburtstagsgeschenk für meinen Mann und eine neue Inspirationsquelle für mich.

Das Rezept für Spaghetti Leftover geht so:
- Die übrig gebliebenen Spaghetti mit einer Schere zerschneiden.
- Je nach Menge ein bis zwei Eier dazugeben und das Ganze verquirlen.
- Salz, Pfeffer und Paprikapulver dazugeben.
- Alles rein schmeißen, was im Kühlschrank rumfliegt und fort muss. Kurz: RUMFORT. Wir nehmen z. B. gerne Oliven und Feta.
- Die Spaghetti-Masse mit einem Esslöffel in die Pfanne geben und mit reichlich Öl ausbacken.
Meine Tochter liebt dieses schnelle und unkomplizierte Abendessen.
5. Frikadellen
Das ist nach der Bolognese wahrscheinlich das zweite Essen, das dir einfällt, wenn du keine Ahnung hast, was du kochen sollst. Bei mir landet es „nur“ auf Platz fünf.
Die Frikadellen gibt es pur oder mit Feta-Füllung. Und obwohl meine Frikadellen mittlerweile sehr gut schmecken: So wie bei meiner Oma schmecken sie nicht.
6. Fischstäbchen
Keine Überraschung. Die habe ich immer in der Tiefkühltruhe und gibt es meistens mit Kartoffelpüree und Gemüse. Je nachdem, was das Gemüsefach gerade so hergibt.
Mein Tipp: Gleich etwas mehr Püree machen. Aus dem Rest wird nämlich Gericht Nummer sieben.
7. Kartoffelsuppe
Das wünscht sich meine Tochter regelmäßig. Es ist eines ihrer Lieblingsessen. Vor allem, mit Würstchen und Backerbsen. Kartoffelsuppe ist simpel und lässt sich auch hervorragend aus übrig gebliebenem Kartoffelpüree machen.
Besonders unkompliziert im Thermomix:
- Zwiebeln und Knoblauch häckseln und mit Öl auf „Varoma“ min. 2 Minuten anbraten.
- Das Kartoffelpüree oder die Kartoffeln dazugeben. Ganze Kartoffeln natürlich vorher schälen und auf Stufe 6 schreddern.
- Gemüsebrühe dazugeben: Je nach Menge und gewünschter Sämigkeit der Kartoffeln min. 500 ml.
- Das Ganze 10 bis 15 Minuten köcheln lassen.
- Anschließend auf Stufe 10 pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Ggf. mit Frischkäse verfeinern.
Fertig! Die Kartoffelsuppe kocht sich quasi selbst. Ich kann die gewonnene Zeit mit meiner Tochter verbringen.
Für noch mehr Geschmack im Familienessen sorgen diese 10 Tipps.
8. Hähnchen Räuber Art
Dieses Rezept habe ich von Emmi kocht einfach und mache es immer dann, wenn ich Gewürzgurken übrig habe. Die gibt es manchmal zur Brotzeit.
Das Glas ist aber meistens größer als der Hunger. Und da ich grundsätzlich ungern etwas wegschmeiße, landen die letzten Gurken nicht im Müll, sondern im Abendessen.
Im Kochbuch heißt das Gericht „Hähnchen Räuber Art“. Online findest du es unter dem Namen Herzhafte Hähnchenbrust im Backofen.
Mehr Rezepte dieser Art findet du in einem meiner Lieblingskochbücher von ihr.

9. Hühnersuppe mit Nudeln
Das ursprüngliche Rezeptstammt von familienkost.de. Jenny nennt es dort Brühnudeln.
Mein Trick: Statt einem ganzen Huhn verwende ich Hähnchenschenkel. Die brauchen nur eine halbe Stunde und gibt es häufig sogar im Angebot.
Neben Nudeln gebe ich jede Menge Gemüse (TK oder frisch). So wird aus Brühnudeln eine vollwertige Hühnersuppe.
10. Käsesandwiches
Das ist ein Abendessen, das immer gut ankommt und überhaupt keinen Herd erfordert. Käsesandwiches heißen bei uns diese dreieckigen Sandwiches aus dem Sandwichtoaster.
Mit einer Scheibe Cheddar und Salami oder Schinken belegt. Je nachdem, was gerade da ist. Erlaubt ist alles außer Aufschnitt bzw. Brühwurst.
Dazu gibt es noch ein bisschen Snack-Gemüse. Manchmal auch ein gekochtes Ei.
Mein Trick: Das Toastbrot vorher buttern. Das funktioniert am besten, wenn es noch eingefroren ist. Ohne Auftauen direkt in den Sandwichmaker. Fertig ist das Abendessen!
Bonustipp: Frühstück als Abendessen
Wenn alle Stricke reißen, gibt es Rührei mit Speck. Dazu ein Butterbrot mit Salz. Davon kann meine Tochter nie genug bekommen. Egal ob morgens oder abends.
Übrigens, Rührei jeder Art rettet mir jedes Abendessen. Vor allem an besonders stressigen Tagen. Und auch hier gilt: RUMFORT.
Resteessen: Einmal kochen, zweimal essen
Wie du siehst, bin ich ein großer Fan von Resteverwertung. Viele meiner Standardgerichte gibt es nur, weil vom Vortag etwas übrig war.
Beim Planen denke ich deshalb gleich einen Schritt weiter: Was bleibt übrig, und was mache ich am nächsten Tag daraus? Meine liebsten Resteketten:
- Bolognese und Pfannkuchen werden zu gefüllten Pfannkuchen.
- Übrige Spaghetti werden zu Spaghetti Leftover.
- Kartoffelpüree wird zu Kartoffelsuppe.
- Gewürzgurken wandern ins Hähnchen Räuber Art.
- Wurst- und Käsereste landen im Käsesandwich.
So koche ich einmal und habe zwei Abendessen geplant. Das spart Zeit, Geld und vor allem eine Entscheidung. Stichwort: Mental Load.
Alle Gerichte auf einen Blick
- Spaghetti Bolognese
- Pfannkuchen oder Waffeln
- Gefüllte Pfannkuchen
- Spaghetti Leftover
- Frikadellen
- Fischstäbchen
- Kartoffelsuppe
- Hähnchen Räuber Art
- Hühnersuppe
- Käsesandwiches
Fazit: Gerichte, die mir das Abendessen retten
Unkompliziert schlägt Kreativität. Vor allem unter der Woche muss es einfach schnell gehen. Wenn es Gericht etwas aufwendiger ist, mache ich es meistens am Wochenende. Und dann direkt mehr davon. Die Reste lassen sich verwerten und es entsteht gleich ein zweites Gericht daraus. Deshalb lande ich bei der Essensplanung immer wieder bei ihnen.
Wie meine ganze Essensplanung aussieht, kannst du hier nachlesen.
Mich interessiert: Was kochst du, wenn dir nichts einfällt? Schreibe es in die Kommentare.
Weitere Fragen zu Standardgerichten
Wie oft sollte es solche Standardgerichte geben?
Schon ein oder zwei feste Gerichte pro Woche nehmen viel Druck raus. Vor allem an Tagen mit vielen Terminen entlastet es, wenn das Abendessen schon teilweise vorbereitet ist oder besonders schnell geht.
Wie lange halten sich Reste im Kühlschrank?
Gekochte Reste sollten in der Regel innerhalb von zwei bis drei Tagen gegessen werden. Am besten abgedeckt und gut gekühlt aufbewahren. Deshalb plane ich Resteessen am liebsten direkt für den kommenden Tag.
Lassen sich die Gerichte vorkochen?
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