Lange Zeit dachte ich: Putzen ist halt nervig. Daran kann man nichts ändern. Punkt. Es war für mich ein echter Kraftakt und ich habe mich oft gefragt, ob ich einfach zu ungeschickt bin. Doch dann habe ich begriffen, dass es oft gar nicht daran liegt, dass wir putzen müssen, sondern WIE wir an die Sache herangehen.
Die gute Nachricht: Mit den richtigen Putztipps kannst du tatsächlich Zeit und Nerven sparen. Denn oft sind es kleine, unbewusste Fehler, die das Putzen mühsamer machen, als es eigentlich sein müsste.
Ich zeige dir, welche Profi Putztipps sich in meinem Alltag bewährt haben.
Putztipps, die ich mir von Profis abgeschaut habe
Ein Grund dafür ist aus meiner Sicht, dass die wenigsten von uns jemals gelernt haben, richtig zu putzen.
Ich selbst habe viel experimentiert und mich u.a. von amerikanischen Putzgrößen wie Cassandra von Clutterbug und Melissa Maker von Clean my Space inspirieren lassen.
Vor allem Melissas pragmatischer Ansatz hat bei mir vieles verändert. Ihre Putztipps sind einfach und logisch. Und ich frage mich oft, warum ich sie nicht früher entdeckt habe.
Hier sind meine liebsten Profi-Putztipps, die ich heute in meinem Alltag nicht mehr missen möchte:
1. Putzutensilien bereitlegen
Früher war Putzen für mich ein ständiger Marathon. Kaum hatte ich angefangen, rannte ich los, um das passende Tuch oder das richtige Reinigungsmittel zu holen. Das kostete nicht nur Nerven, sondern raubte auch jede Motivation.
Heute mache ich es wie die Profis: Ich stelle alle benötigten Utensilien für einen Raum in einem Eimer oder Korb bereit. So kann ich mich ungestört Raum für Raum vorarbeiten, ohne ständig die Arbeit unterbrechen zu müssen.
2. Immer im Uhrzeigersinn
Ich war überrascht, wie sehr die Art und Weise, WIE man sich im Raum bewegt, Zeit sparen kann.
Meine Methode heute: An der Tür starten und mich dann im Uhrzeigersinn oder von hinten nach vorne durch den Raum arbeiten. So weiß ich genau, wo ich schon war, und hinterlasse keine Fußabdrücke auf dem frisch gewischten Boden. Für mich ein echter Gamechanger.
3. Von oben nach unten
Das ist einer meiner Lieblingstricks: Erst Oberflächen abwischen, dann den Boden reinigen. Der Staub fällt nun mal nach unten. Besonders in unserer Küche, wo immer Krümel auf dem Boden landen, macht das einen riesigen Unterschied.
Und obwohl dieser Putztipp völlig logisch ist, fängt mein Mann trotzdem manchmal an, die Wohnung zu saugen, obwohl die Oberflächen noch schmutzig sind. Arrg!
4. Erst trocken, dann nass
Für mich ein echter Aha-Moment, den ich selbst jahrelang falsch gemacht habe: Direkt mit dem feuchten Tuch loszulegen. Mikrofasertücher nehmen Staub allerdings am besten auf, wenn sie trocken sind. Seitdem ich das so mache, bin ich viel effektiver.
Wer direkt feucht wischt, verteilt oft nur Schmutz und hinterlässt unschöne Fusel.
5. Einwirkzeit berücksichtigen
Auch wenn Werbung dir etwas anderes suggeriert: Reinigungsmittel brauchen Zeit, um ihre Wirkung zu entfalten. Also: Erst einsprühen, dann an einer anderen Stelle weitermachen und später zurückkehren. Das gilt besonders für Armaturen, Toiletten und Duschen. Das spart unnötiges Schrubben und funktioniert hervorragend.
Deswegen mag ich das 3-Wave-System von Melissa Maker sehr. Damit bekomme ich jeden Raum in kürzester Zeit sauber und es ist auch bestens für den Frühjahrsputz geeignet.
Die 5 wichtigsten Putztipps im Überblick
- Putzutensilien vorab bereitlegen
- Im Uhrzeigersinn arbeiten
- Von oben nach unten reinigen
- Erst trocken, dann nass
- Reinigungsmitteln arbeiten lassen
Vieles davon ist kein Geheimwissen, aber die Reihenfolge macht den Unterschied.
Das richtige Putzmaterial spart Zeit und Kraft
Die besten Putztipps helfen wenig, wenn mich das Material ausbremst. Ob Dampfbügeleisen, Akku-Staubsauger oder ein guter Wischmopp – gerade bei den Tätigkeiten, die mich Überwindung kosten, lohnt es sich zu investieren.
Ich habe z. B. Omas alten Wischer durch den Vileda ULTRAMAX * ersetzt. Kein Bücken, keine nassen Hände mehr und das Wasser kann richtig heiß sein, ohne dass ich mir die Finger verbrenne.
Weitere praktische Helfer, die dir die Hausarbeit erleichtern, habe ich hier gesammelt.
Fazit: Von Profis gelernt, im Alltag bewährt
Das waren die Profitipps, die mir jeden Tag das Putzen erleichtern. Für mich machen diese Tipps das Putzen nicht nur einfacher und schneller, sondern helfen mir auch, Energie zu sparen. Und wer hätte das gedacht: So macht mir Putzen inzwischen sogar richtig Spaß. Ein Gefühl, das ich früher nie für möglich gehalten hätte!
Mich interessiert: Welcher der Putztipps macht für dich den größten Unterschied?
Und falls du – so wie ich – nicht plötzlich Lust aufs Putzen bekommen hast, kann dir ein persönlicher Wochenputzplan helfen, die Hausarbeit gleichmäßiger zu verteilen. Du kannst ihn dir hier herunterladen.

Noch mehr praktische Putztipps
Küche richtig putzen
Hier sind einige nützliche Tipps, um deine Küche sauber zu halten:
- Je weniger auf dem Arbeitsblatte steht, desto besser! Dann ist Arbeitsplatte auch mit wenigen Handgriffen wieder sauber. Eine Mischung aus Spülmittel und Wasser in einer Sprühflasche reicht, um die Oberflächen zu reinigen.
- Reinige die Oberflächen mit einer S-förmigen Bewegung von rechts nach links und von hinten nach vorn. Wenn die Krümmel auf dem Boden, kein Problem! Um die kümmern wir uns später.
- Bei hartnäckigen Flecken helfen – je nach Material – Hausmittel wie Essig, Natron oder Backpulver.
- Clean as you cook: Um Schmutz direkt vorzubeugen, verschüttete Flüssigkeiten und Essensreste sofort wegwischen.
- Regelmäßig saugen und feucht rauswischen. Wenn es besonders schnell gehen muss, einzelne Flecken mit einem Lappen wegwischen.
- Küchenschränke und Schubladen regelmäßig prüfen, um Unordnung zu vermeiden und den Überblick über die Vorräte zu behalten.
Bad richtig putzen
Um dein Badezimmer effektiv zu putzen, helfen diese ein paar einfache Tipps:
- Mit einem alten Handtuch oder einem Mikrofasertuch den Staub entfernen.
- Mit Bad- oder Essigreiniger die Oberflächen einsprühen und mehrere Minuten einwirken lassen.
- Die Toilette zuerst mit WC-Reiniger und Klobürste bearbeiten. Die Klobürste zum Abtrocken zwischen Klobrille und Toilettenrand einklemmen und woanders weitermachen.
- Spiegel mit Glasreiniger behandeln, anschließend sämtliche Oberflächen feucht abwischen. Der Essig Reiniger konnte bis dahin einwirken. Mit einem alten Handtuch oder Mikrofasertuch alles abtrocknen. Das beugt Flecken vor.
- Toilette nun von außen nach innen reinigen: Dazu reicht eine Spüli-Wasser-Mischung in einer Sprühflasche. Um Kontamination zu vermeiden, nutze ich dafür eine Küchenrolle.
- Zum Schluss den Boden saugen, wahlweise rauswischen, und frische Handtücher aufhängen.
Dusche putzen leichtgemacht
Um deine Dusche effektiv zu reinigen, nutze ich folgende Tipps:
- Alles mit passendem Reinigungsmittel einsprühen (Bad- oder Essigreiniger)
- Mehrere Minuten einwirken lassen!
- Erst dann mit einem Schwamm mit rauer Oberfläche abschrubben
- Abschließend Wände, Armaturen und Türen abspülen. Mir einem Duschabzieher* haben Wasserflecken keine Chance.
- Den Abfluss überprüfen und bei Bedarf ebenfalls reinigen.
Das solltest du bei Laminatboden beachten
Eine Lektion, die ich auf die harte Tour gelernt habe: Ein Laminat darf NIEMALS nass sein. Zu viel Wasser lässt das Holz aufquellen. Abgesehen davon dauert es ewig, bis der Boden wieder trocken ist.
Besser: Erst absaugen, um Schmutz und Staub zu entfernen, der sonst im Wischmopp hängen bleibt. Und das kann echt ekelig werden… Besser: Den Boden leicht feucht wischen! Dazu den Wischmopp einmal zu viel als einmal zu wenig ausdrücken. Beim Vileda ULTRAMAX * drücke ich 5- bis 6-mal. Du brauchst auch keine teuren Spezialreiniger. Zum Wischen von Laminat und anderen Böden reichen Wasser und Spülmittel.
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3 Kommentare
Die Idee, sich in jedem Raum im Uhrzeigersinn zu bewegen, spart sicher einiges an Hin und Her – für mich als pragmatischen Reiniger auf jeden Fall ein Pluspunkt. Das mit dem Trockenwischen vor dem Nasswischen hat mich dann doch überrascht, weil es wirklich besser funktioniert.
Diese Tricks könnte ich sogar meinen Kollegen im Reinigungsdienst empfehlen, die eher mit Routine arbeiten. Hat jemand vielleicht noch Tipps für schnelles Staubwischen in großen Räumen?
Hallo Marina, größere Räume unterteile ich mir in Zonen und arbeite mich dann Stück für Stück vor 🙂 Viele Grüße Miriam
Das Einwirkzeit berücksichtigen ist wirklich ein Game-Changer. Die Methode spart definitiv Zeit und macht das Putzen effizienter.
Bei uns im Büro setzen wir seit Jahren auf professionelle Reinigungsdienste, um die Hygiene auf einem hohen Niveau zu halten. Solche Tipps wären auch für unsere Reinigungskräfte hilfreich.