Du musst los. Doch die Kinder denken gar nicht daran, sich die Schuhe anzuziehen. Stattdessen spielen sie Fangen oder machen anderen Quatsch. Vielleicht diskutieren sie auch mit dir oder wollen noch dies oder das mitnehmen.
Du spürst förmlich, wie du anfängst zu brodeln. Es fehlt nicht viel und du explodierst. Du schimpfst und schreist. Du fühlst dich schlecht. Und am Ende weint mindestens einer.
Du bist nicht allein. Ich tappe bis heute oft genug selbst in diese Falle. Doch es gibt zwei sehr einfache Übungen, um solche Ausraster zu vermeiden. Beide kannst du direkt in solchen Momenten anwenden.
Zwei Übungen, die helfen, Ausraster zu vermeiden
Beide Übungen stammen aus dem Bereich der Meditation und dauern keine Minute. Ich mache sie regelmäßig während meiner Yogastunde. Gerade deshalb weiß ich, wie schnell sie wirken.
Die Übungen funktionieren auch im Familienalltag. Ob im Sitzen oder Stehen, es reichen wenige Atemzüge, um eine Stufe herunterzuschalten und die Situation neu zu bewerten. Die erste Übung ist besonders einfach.
1. Atembeobachtung
Die Übung heißt auch Anapanasati und geht wie folgt:
Die Aufmerksamkeit auf die Nasenspitze richten und beobachten, wie der Atem ein- und wieder ausströmt. Die Gedanken kommen zur Ruhe, der Puls sinkt.
Lenken Geräusche von außen ab, einfach wieder zur Nasenspitze und zum Atem zurückkehren.
2. Die Bauchatmung
Eine zweite Übung funktioniert ähnlich, richtet den Fokus aber auf den Bauch.
Dazu beide Hände auf die Bauchdecke legen und beobachten, wie sich der Bauch hebt und wieder senkt. Ein paar tiefe Atemzüge nehmen und in Gedanken bis 10 zählen.
Was nach der Übung passiert
Dann passiert etwas Erstaunliches. Nicht nur ich komme zur Ruhe, sondern auch die Menschen um mich herum.
Als ich diese Technik das erste Mal angewendet habe, unterbrach meine Tochter ihr „Spiel“ und schaute mich erstaunt an. Meine Ruhe übertrug sich auf sie und wir konnten endlich los.
Fazit: Ein paar Atemzüge reichen, um Ausraster zu vermeiden
Für mich waren diese Übungen ein echter Gamechanger. Durch bewusstes Atmen gelingt es mir, auch in hektischen Situationen Ruhe zu bewahren. Das heißt nicht, dass ich nicht auch mal laut werde. Dank der Atemtechnik passiert mir das aber deutlich seltener.
Mich interessiert: Kennst du die Übungen schon? Was machst du, wenn die Nerven blank liegen? Schreibe es gerne in die Kommentare.
Wenn du tiefer in das Thema Mental Load, dann lies hier weiter.






