Wenn schnell gehen muss: 10 Tipps für eine schmackhafte Familienküche

Manche Tage lassen keinen Raum für ausgefallene Gerichte. Dann greife ich auf einfache Handgriffe zurück, die unsere Familienküche schnell, unkompliziert und trotzdem lecker machen.
Inhaltsverzeichnis

Kennst du das? Das Essen schmeckt okay, aber eben nicht richtig gut. Und gleichzeitig wächst das Chaos auf der Arbeitsfläche. Kein Wunder, dass Kochen da schnell zur nächsten ToDo wird, statt zu etwas, das Spaß macht.

Dabei braucht es oft gar nicht viel, um aus einfachen Gerichten echte Lieblingsessen zu machen. Kleine Tricks, und ein bisschen Mut zum Improvisieren.

Grundregeln für eine entspannte Familienküche

Doch bevor ich dir meine Tipps für eine schmackhafte Familienküche vorstelle, solltest du folgendes wissen:

Iss, was du magst, ohne ein schlechtes Gewissen

Diese Tipps sind nichts für Kalorienbewusste! Ich selbst esse sehr gerne und mein Mann kann wirklich gut kochen. Wir versuchen dennoch auf eine ausgewogene Ernährung zu achten. Das ein oder andere Stück Schokolade ist erlaubt. Natürlich in Maßen. Wäre auch schwierig mit zwei Naschkatzen daheim.

Improvisieren ausdrücklich erwünscht

Der Alltag mit Kindern ist stressig genug. Deshalb gilt: Egal ob ich nach Rezept koche oder aus vorhandenen Zutaten etwas Leckeres zaubere möchte – wenn ich etwas nicht dahabe, tausche ich es einfach gegen etwas anderes aus.

Manchmal benutze ich auch etwas mehr oder weniger, denn ich hasse fast leeren Verpackungen. Wenn also 150 ml Sahne im Rezept stehen, landen meisten die gesamten 200 ml im Topf. Da kenne ich nichts und mehr Soße gibt es auch.

Genau diese beiden Dinge haben für mich den größten Unterschied gemacht. Und darauf bauen auch meine nächsten Tipps auf. Denn oft sind es nur kleine Handgriffe, die aus „ganz okay“ plötzlich richtig lecker machen.

10 Tipps für eine Familienküche, die allen schmeckt

Mein Mann kann viel besser kochen als ich. Doch ich konnte mir die letzten Jahre einiges von ihm abschauen. Tipps und Tricks, die einem eben nur Oma verrät.

1. Zu jeder Tomate eine Prise Zucker

Das macht oft den Unterschied. Wenn du Tomatensaucen oder -gerichte zubereitest, solltest du auf jeden Fall etwas Zucker hinzufügen. Für mich war es ein absoluter Gamechanger.

2. Dressing zu sauer? Auch hier hilft Zucker

Wie bei den Tomaten nimmt der Zucker auch dem Dressing die Säure. Statt nur sauer ist der Geschmack insgesamt ausgewogener.

Alternativ kannst du auch Honig verwenden oder gleich ein Honig-Senf-Dressing daraus machen.

3. Spare niemals mit der Butter

Ja, das meine ich genauso wie es da steht. Ob Butterbrot oder im Kartoffelpüree, Butter verleiht vielen Gerichten das gewisse Etwas und Fett transportiert bekanntlich den Geschmack. Diesen Tipp habe ich übrigens von meinem Mann.

4. Frischkäse als Soßenbinder

Ich verwende ihn gerne zum Abbinden von Soßen und Suppen. Besonders Gemüsesuppen lassen sich mit der weißen Maße super pimpen – ganze ohne Sahne. Frischkäse verleiht den Gerichten eine angenehme Cremigkeit und gehört zu den Dingen, die wir immer zuhause haben, weil mein Mann ihn auch gerne pur aufs Brot isst.

5. Gemüsepaste aus dem Thermomix

Diese Paste ist mein Allwürzmittel, auf das ich nicht mehr verzichten möchte. Sie gibt jedem Gericht den letzten Kick. Das Grundrezept dazu findest du hier.

Wenn die keinen Thermomix hast, kannst du alternativ auch normale Gemüsebrühe verwenden.

6. Hackfleischgewürz

Nie wieder fades Hackfleisch! Mitdem Hackfleischgewürz von Ostmann* (mein absoluter Favorit) bringst du richtig Würze in jede Bolognese-Soße und jedes andere Fleischgericht.

Auch sehr gut: Die Gewürzmischungen aus dem türkischen Supermarkt. Hier solltest du auf die enthaltenen Gewürze achten. Damit hinterher nicht alles nach Döner oder Köfke schmeckt.

7. Knoblauch richtig verarbeiten

Etwas Knoblauch bringt Geschmack in jedes Gericht.

Um ihn leichter zu verarbeiten, mache folgendes: Zerdrücke die Zehe einmal mit dem Messer, um die Haut abzulösen. Entferne den Keimling darin, falls vorhanden. Dieser wird beim Braten bitter. Schneide die Zehe klein und vermische den Knoblauch mit Salz, bis eine Art Paste entsteht. Diese vom Brett kratzen und ab damit in die Pfanne.

8. Knoblauch richtig anbraten

Knoblauch solltest du maximal 30 Sekunden anbraten, sonst verbrennt er. Also ERST die Zwiebeln anschwitzen, DANN den Knoblauch dazugeben. Diesen Fehler habe ich selbst jahrelang gemacht.

9. Eine Prise Muskat

Muskat passt hervorragendzu Brokkoli, Blumenkohl und natürlich zum Kartoffelpüree. Das verleiht jedem Gericht und vor allem Gemüse einen besondere Note.

10. Pilze ohne Öl anbraten

Diesen Trick habe ich von einem Arbeitskollegen meines Mannes gelernt. Und ja, das klingt erst einmal ungewöhnlich. Allerdings bekommen die Champions auf diese Weise eine schöne Röstaromen. Anschließend die Pilze aus der Pfanne nehmen oder Öl und weitere Zutaten hinzufügen.

Bonus-Tipps für weniger Chaos in der Küche

  • Clean as you go: Räume während des Kochens immer wieder auf und halte deine Arbeitsfläche sauber. Schmutziges Geschirr und Kochutensilien kommen direkt in die Spülmaschine. So verlierst du nicht den Überblick und wer immer die Küche aufräumt, wird es dir danken.
  • Und wenn ein Zutat zu neige geht, schreibe es direkt auf den Einkaufszettel. So vergisst du nichts und kannst beim nächsten Einkauf alles besorgen, was du brauchst. Unserer liegt immer griffbereit mit ein paar Stiften in der Küchenschublade. Das ist übrigens auch die Grundlage für meinen Wocheneinkauf.

Fazit: Leckere Familienküche darf einfach sein

Früher habe ich oft nur mit Salz und Pfeffer gewürzt, vielleicht auch mal mit Curry. Heute weiß ich: Es sind oft die kleinen Dinge, die den Unterschied machen. Ein bisschen mehr Mut beim Würzen, etwas Improvisation und die richtigen Handgriffe und schon wird aus einem einfachen Gericht ein echtes Lieblingsessen.

Und genau das ist im Familienalltag doch das Wichtigste: Es soll schnell gehen, allen schmecken und nicht zusätzlich Stress machen.

Mich interessiert: Welchen der Tipps wirst du direkt ausprobieren?

Wenn du dir den Alltag zusätzlich erleichtern willst, hilft dir eine einfache Essensplanung enorm. Wie ich einen Essensplan erstelle, habe ich hier aufgeschrieben.

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Das bin ich! Miriam von Mama leibt Listen

Hi, ich bin Miriam

Ich habe eine Tochter und liebe Listen. Unter dem Motto #MachdirdasLebenleichter blogge ich seit April 2021 und teile mit dir meine Erfahrungen, um dich im Mama-Alltag besser zu organisieren. Immer mit dabei: mein Bullet Journal, eine geniale Mischung aus Kalender, Notizbuch, ToDo-Liste und Tagebuch!

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2 Kommentare

  1. Liebe Miriam,
    mit den Tipps triffst Du ziemlich gut unser Koch-Verhalten. Ich nenne es mal flexibel, schmackhaft, entspannt, gesund. Und ja, ich finde auch mit Butter, Sahne und Zucker bleibt Essen trotzdem gesund! Es kommt auf die Grundzutaten und das Verhältnis an. Deinen Tipp mit dem „Muskat zu Brokkoli, Blumenkohl und Kartoffelpüree“ werde ich aber demnächst gleich ausprobieren. Muskat habe ich bis jetzt tatsächlich nur in die Kürbiscremesuppe gegeben *lol* Und ein Tipp noch von mir zwecks Salatdressing: Versucht mal (steirische … gibt´s mittlerweile auch schon aus anderen Gegenden, aber hier kommt´s her und wir haben das Beste ;-)) Kürbiskernöl. Es ist anfangs anders, gewöhnungsbedürftig (?), aber wenn man es mag, wird kein Salat mehr zu sauer und Kinder lieben es 🙂

    1. Liebe Andrea, es freut mich, dass du noch etwas „lernen“ konntest 😉 Den Tipp mit dem Kürbiskernöl werde ich meinerseits ausprobieren. Wenn es nicht schmeckt, gebe ich es an meine Mutter weiter. Sie hat ein Faibel für „außergewöhnliches“. VG Miriam

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